24.03.2024

Deepl

Die deutsche Firma bietet den Giganten die Stirn

«Wenn wir hart arbeiten, können wir besser werden als Google», sagt Deepl-Chef in der SonntagsZeitung. Sieben Jahre nach ihrer Gründung ist die Firma profitabel.
Deepl: Die deutsche Firma bietet den Giganten die Stirn
(Bild: Keystone/Christian Beutler)

Die Tatsache, dass vermehrt Dienste wie Deepl und Google Translate verwendet werden, führt zu einem enormen Volumen an Texten. «Es gibt heute viel mehr Übersetzungen, als dies ohne die maschinellen Übersetzungstools je möglich gewesen wäre», sagt Jarek Kutylowski, Chef und Gründer von Deepl, im Interview mit der SonntagsZeitung.

Die vor sieben Jahren in Köln gegründete Firma ist bereits profitabel und verdient ihr Geld vor allem mit Firmenkunden. Auch die Schweizer Bundesverwaltung nutzt den kostenpflichtigen Dienst.

Dies hat zu einem starken Anstieg der monatlich erstellten Übersetzungen geführt - von 370’000 monatlich auf über eine Million. Maschinelle Übersetzungen machen es möglich, dass immer mehr Dokumente in allen Landessprachen verfügbar sind.

Kutylowski sagt: «Die Entwicklung, die wir in der Übersetzungsbranche gesehen haben, wird in den kommenden Jahren in weiteren Berufen geschehen.» Deepl ist mit seiner Übersetzungswebsite ein Konkurrent zum Internetgiganten Google. Kutylowski sagt dazu: «Start-ups sollten sich nicht scheuen, grossen Firmen die Stirn zu bieten. Fast alle konkurrieren auf eine Art und Weise mit den Grossen. Wenn man sehr fokussiert ist und hart arbeitet, kann man ebenbürtig oder besser werden.» (pd/spo)



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