21.03.2022

Ukraine-Krieg

Facebook und Instagram in Russland verboten

Ein entsprechender Antrag der Generalstaatsanwaltschaft ist von einem Gericht in Moskau angenommen worden.
Ukraine-Krieg: Facebook und Instagram in Russland verboten
Wurden in Russland als «extremistisch» verboten: Instagram und Facebook. (Bild: Keystone/DPA/Karl-Josef Hildenbrand)

Die beiden Dienste sind in Russland bereits blockiert, der ebenfalls zum US-Konzern Meta gehörende Messenger-Dienst WhatsApp soll dem Gericht zufolge nicht betroffen sein. Hintergrund des Vorgehens der russischen Justiz ist eine Entscheidung von Meta, Aufrufe zur Gewalt gegen russische Truppen in der Ukraine zuzulassen.

Auch der Kurznachrichtendienst Twitter ist nicht mehr aufrufbar. Menschen in Russland befürchteten zunächst, dass auch WhatsApp abgeschaltet werden könnte. Aktivisten kritisieren eine zunehmende Internet-Zensur im flächenmässig grössten Land der Erde.

Meta hatte im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine Regel-Lockerungen bekannt gegeben. Als Beispiel für eine Ausnahme bei Äusserungen, die normalerweise gegen Richtlinien verstossen hätten, nannte ein Facebook-Sprecher den Satz «Tod den russischen Eindringlingen». Das sorgte in Moskau für grosse Empörung. Später präzisierte Meta die Regeln für Inhalte-Prüfer: Sie gelten demnach nur in der Ukraine, und Gewaltaufrufe dürfen nicht gegen Russen generell oder gegen Staatschefs wie Wladimir Putin gerichtet sein. (sda/dpa/tim)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

persönlich Exemplar
Die neue «persönlich»-Ausgabe ist da - jetzt Probe-Exemplar bestellen.