09.07.2024

Mobilfunk

Freie Frequenzen werden 2026 ausgeschrieben

Das ermögliche ein transparentes Verfahren, das allen offensteht, die im Schweizer Markt Mobilfunkdienste anbieten wollen, so die Eidgenössische Kommunikationskommission.

Mit der Ausschreibung werde eine effiziente und wettbewerbsfördernde Zuteilung der freiwerdenden Frequenzen erreicht, teilte die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) am Dienstag mit. Die ComCom plant, die Nutzungsrechte an diesen Bändern im Jahr 2026 öffentlich auszuschreiben.

Sie hat gemäss der Mitteilung das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) beauftragt, die Vergabe der 2029 freiwerdenden Mobilfunkfrequenzen vorzubereiten. Interessierte Kreise würden Gelegenheit erhalten, sich zum Entwurf der Ausschreibungsunterlagen zu äussern.

Falls sich bei der Zulassung der Bewerberinnen zum Verfahren ergebe, dass die Nachfrage nach Frequenzen grösser sei als das Angebot, werde die Vergabe mittels Auktion erfolgen, schrieb die ComCom. Die Durchführung der Auktion sei für 2027 vorgesehen.

Die Mobilfunkkonzessionen, die 2012 an die Schweizer Mobilfunkbetreiberinnen vergeben wurden, laufen Ende 2028 aus. Diese Frequenzen aus den Bändern 800 MHz, 900 MHz, 1800 MHz, 2100 MHz und 2600 MHz umfassen demnach gut die Hälfte der heute zugeteilten Mobilfunkfrequenzen.

Nach der Auswertung der öffentlichen Konsultation von Ende 2023 hat die ComCom entschieden, diese Bestandesfrequenzen mit einer Ausschreibung neu zu vergeben. Dabei will sie aber keine neuen Frequenzen aus den Bändern 6 GHz, 26 GHz und 40 GHz einbeziehen.

Salt, Sunrise und Swisscom für Verlängerung

Im Dezember 2023 führte das Bakom im Auftrag der ComCom eine öffentliche Konsultation über die Vergabe der ab 2029 verfügbaren Mobilfunkfrequenzen und über das Interesse an neuem Spektrum in den Bändern 6 GHz, 26 GHz und 40 GHz durch.

Die aktuellen Konzessionsinhaberinnen Salt, Sunrise und Swisscom hatten sich in ihren Stellungnahmen für eine Verlängerung der auslaufenden Frequenzen ausgesprochen, wie es in der Mitteilung hiess.

Teilweise grosses Interesse

Aus der öffentlichen Konsultation gehe indes ein grosses Interesse der Mobilfunkbranche an zusätzlichen Frequenzen hervor, insbesondere im 6-GHz-Band. Abklärungen des Bakom hätten jedoch ergeben, dass zumindest bis 2026 keine neuen Frequenzen für den Mobilfunk verfügbar gemacht werden könnten.

Die Stellungnahmen hätten auch gezeigt, dass nur ein beschränktes und nicht einheitliches Interesse an den Frequenzen in den Bändern 26 GHz und 40 GHz bestehe. (sda/spo)


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