Wie Menschen suchen, was die Zusammenarbeit mit Creator:innen kostet und was eine Kennzahl überhaupt aussagt: Im Social Media Marketing verschiebt sich 2026 gleich an mehreren Stellen etwas. Drei Entwicklungen stechen dabei heraus.
Hier sind die Zahlen dazu und was sie für die tägliche Arbeit bedeuten.
Wenn die KI zur ersten Anlaufstelle wird
Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen nicht mehr an Google, sondern direkt an einen KI-Assistenten. Damit verschiebt sich die zentrale Frage von «Ranke ich bei Google?» zu «Wird meine Marke in KI-generierten Antworten erwähnt?». Ein gutes Google-Ranking hilft dabei nur bedingt weiter: Über ein Drittel der zitierten Inhalte in KI-Antworten stammen von Social Media Plattformen wie YouTube, Instagram und LinkedIn. Für die Praxis heisst das, Präsenz früh dort aufzubauen, wo diese Antworten entstehen, also in Communitys und über Creator-Content, statt allein auf die eigene Website zu setzen.
Was du tun kannst: Behandle jede Caption und jedes Skript wie ein SEO-Projekt. Wird alles im Video gesagt und in der Caption geschrieben, was kommuniziert werden muss? Sind die Keywords, für die du gefunden werden willst, dabei enthalten? Je sauberer du hier über alle Quellen arbeitest, desto dichter dein Fundament bei der digitalen Sichtbarkeit.
Zusammenarbeit mit Creator:innen wird wichtiger - und teurer
Mehr als die Hälfte der Influencer:innen in der Schweiz geben an, dass sie im vergangenen Jahr mehr Kooperationen hatten als im Vorjahr. Und das, obwohl die Gagen teils deutlich gestiegen sind. Laut dem Influencer-Gagen Report 2026 von House of Influence liegen die Gagen aktuell für ein Reel auf Instagram im Schnitt zwischen CHF 700.00 und 3'400.00 und auf TikTok zwischen CHF 530.00 und CHF 3'150.00.
Was du tun kannst: Wähle Creator primär nach Passung und Vertrauen aus, nicht nach Reichweite. Plane zudem nicht nur Budget für die Gagen (und gegebenenfalls die Agenturleistungen) sondern auch für die Bewerbung der Beiträge. Denn hier liegt der eigentliche Hebel.
Nicht jede Kennzahl bedeutet, was sie verspricht
Wie lange glaubst du, muss ein Video gesehen werden, damit es als View zählt?
Je nach Plattform reicht das von mehreren Sekunden bis zu einem einzigen Frame. Ein View ist also nicht überall gleich viel wert, und das ist nur eines von vielen Beispielen. Wer nicht versteht, wie Kennzahlen zustande kommen, kann weder hinterfragen, was ein Dashboard behauptet, noch sauber briefen, was eine KI auswerten soll. Ein Blick auf die Definition der wichtigsten Kennzahlen lohnt sich deshalb vor jedem Reporting.
Was du tun kannst: Schaue dir statt nur die Views die durchschnittliche Wiedergabedauer in absoluten Sekunden an. Brechen die Leute ab, bevor die Botschaft platziert werden konnte?
Wo diese Trends aufeinandertreffen
Die drei Entwicklungen haben eines gemeinsam: Sie belohnen, wer versteht, wie Sichtbarkeit, Zusammenarbeit und Messung 2026 wirklich funktionieren. Genau darum geht es am jährlichen Social Media Summit in Engelberg, der grössten Social Media Marketing Konferenz der Schweiz.
Am 4. und 5. November 2026 teilen über 50 Speaker:innen konkrete Zahlen, Cases und Erfahrungen in Keynotes, Workshops, Panels und Q&As. Plattformen wie Meta, TikTok, Reddit und Pinterest sind selbst vor Ort und beantworten Fragen aus erster Hand.
Dazu kommt das Networking in den Alpen, von der legendären Gin Night bis zum Austausch vor der Bergkulisse.
In den letzten Jahren war der Summit jeweils Wochen im Voraus ausverkauft. Zwei Tage, sieben Bühnen, knapp 850 Menschen aus der Branche: Sichere dir jetzt dein Ticket.

