05.04.2018

Heimat Zürich

Kampagne gegen das Geldspielgesetz kreiert

Das Komitee der Gesetzesgegner setzt auf die Zürcher Agentur, um die Abstimmung am 10. Juni zu gewinnen.
Heimat Zürich: Kampagne gegen das Geldspielgesetz kreiert

Der Abstimmungskampf der Jungparteien gegen das Geldspielgesetz hat am Donnerstag mit einer Pressekonferenz im Bundeshaus offiziell begonnen. Das Geldspielgesetz sieht vor, dass der Zugang zu Online-Spielangeboten, welche in der Schweiz nicht bewilligt sind, mit Netzsperren gesperrt werden soll.

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Vor den Medien wurden auch erste Massnahmen der Kampagne präsentiert. Verantwortlich dafür zeichnet die Kreativagentur Heimat Zürich, die sich für das Projektmandat gemäss einer Mitteilung in einem Pitch durchsetzte. Auftraggeber ist ein überparteiliches Komitee gegen Internet-Zensur und digitale Abschottung. Flankiert wird es von einer wachsenden Zahl von Mutterparteien (gerade hat die FDP die Nein-Parole und den Komitee-Beitritt beschlossen) und Verbänden wie zum Beispiel Swico (Wirtschaftsverband für die digitale Schweiz), Simsa (Branchenverband der Schweizer Internetdienstleister) oder Economiesuisse.

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Andri Silbeschmidt, Präsident der Jungreisinnigen Schweiz und Co-Präsident des Kampagnenkomitees begründet die Zusammenarbeit mit der Agentur gemäss Mitteilung wie folgt: «Mit Heimat konnten wir einen Partner verpflichten, der nicht nur die kreativen Anforderungen perfekt umsetzt, sondern auch politisches Fingerspitzengefühl beweist, wenn es um spontane Kampagnenmassnahmen geht.»

Simon Rehsche und Nico Ammann, Managing Partner bei Heimat, werden wie folgt zitiert: «Kampagnen mit politischen Zielen sind nicht unser Kerngebiet. Normalerweise geben wir Marken und ihren Angeboten emotionale Bedeutung.» Im Kern gehe es bei diesem Projekt aber um dasselbe: um die zielgerichtete Beeinflussung von Einstellungen und Verhalten mit kreativen Mitteln. «Die Bereitschaft der Auftraggeber für überraschende, intelligente und berührende Kommunikation motiviert uns. Politische Kampagnen erleben wir sonst eher als vorhersehbar. Die Politiker und wir werden in den kommenden intensiven Wochen viel voneinander lernen», so die Werber.

Die an der Pressekonferenz vorgestellten Massnahmen seien die ersten von vielseitigen Umsetzungen, die über alle Kanäle eingesetzt werden. Dabei werde auch die «dominante und problematische Rolle» der Schweizer Casino-Lobby beim Erarbeiten des Gesetzes thematisiert.

 

Die Befürworter des Gesetzes, ebenfalls eine überparteiliche Allianz von Parteien und Verbänden, haben für ihre Kampagne gemäss Heimat Goal mandatiert. Die Agentur hat sich zum Beispiel mit ihrer Arbeit für die Ausschaffungs- oder die Minarettinitiative einen Namen gemacht. (pd/maw)


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