03.07.2024

In eigener Sache

Mary Long braucht eine Lesebrille

Wer Marken liebt, liest persönlich. Seit 60 Jahren. Dies dramatisiert die Jubiläumskampagne von Ruf Lanz anhand von ikonischen Werbefiguren. Auftritte haben unter anderem Meister Proper, Klementine oder auch Mary Long.

Am Mittwoch hat der persönlich-Verlag den 60. Geburtstag gefeiert. Die Jubiläumskampagne bringt ein Wiedersehen mit ikonischen Markenfiguren der Werbegeschichte: von Mary Long über Meister Proper bis zum Michelin-Männchen, offiziell Bibendum genannt. Mit einer irritierenden Abweichung: Alle tragen eine Lesebrille auf der Nase. Denn wer Marken liebt, liest persönlich. Seit 60 Jahren.

Die Jubiläumskampagne wurde konzipiert von Ruf Lanz. Die Zürcher Kreativboutique liegt im aktuellen Schweizer Kreativranking auf Rang 1 und im globalen Kreativranking von «Lürzer’s Archive» auf Rang 3.

Die letzte persönlich-Kampagne mit prominenten Köpfen wie Roger Köppel, Marc Walder oder Nadine Borter kam im Jahr 2020 auf die ADC-Shortlist. Die Stellenmarktkampagne zeigte pointiert, dass selbst die engagiertesten Werbe- und Medienschaffenden nicht alles alleine machen können (persoenlich.com berichtete). (pd/cbe)

Credits

Verantwortlich bei persönlich Verlags AG: Matthias Ackeret (Verleger und Chefredaktor), Roman Frank (Verlags- und Anzeigenleiter); verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Knecht-Lanz (Creative Direction), Mario Moosbrugger (Art Direction), Armin Arnold (DTP), Gian Marco Juon (Beratung), Lorenz Wahl (Bildbearbeitung), RTK Medientechnik (Druckvorstufe).


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KOMMENTARE

Marie-Luce Le Febve de Vivy
06.07.2024 19:04 Uhr
Wann immer ich was über Mary Long lese, muss ich schmunzeln. Kaum jemand weiss, dass das ursprüngliche Mary-Long-Bild von meiner Mutter Marie-Paule ausgewählt wurde, als sie anfangs der 50er-Jahre im belgischen Kongo bei B.A.T. arbeitete - als junge Direktionssekretärin. Ihr damaliger Chef, der später in die Westschweiz zog, legte ihr ein paar Bilder vor für eine neue Zigarettenmarke. Meine Mutter Marie-Paule wählte bewusst eine Frau mit Kurzhaarschnitt, weil sie dies damals als "anders, fortschrittlich" empfand. Leider weiss ich nicht, wie ihr damaliger Chef hiess. Ich weiss nur, dass er später in der Westschweiz lebte und unserer Familie zu Weihnachten jeweils eine Karte schickte, als ich Kind bzw. Teenie war (1970er-Jahre). Die Familie meiner Mutter musste offenbar anfangs der 50er-Jahre ins belgische Kongo auswandern, um wieder Arbeit zu finden, da das Geschäft meines Grossvaters nach dem 2. Weltkrieg zerstört war.

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