Anlass für die Petition ist die geplante neue Plattformregulierung des Bundesrats. Diese sei unzureichend finden Konsumentenschutz und Digitale Gesellschaft. Konkret kritisieren sie, dass die Vorlage keine verpflichtende Meldemöglichkeit für betrügerische Anzeigen vorsieht. Mit Petition «Stopp dem Milliardengeschäft mit betrügerischer Werbung!» verlangen die beiden Organisationen, dass solche Anzeigen einfach gemeldet und rasch entfernt werden können.
Das Problem ist wirtschaftlich bedeutend: Gemäss Konsumentenschutz und Digitale Gesellschaft soll allein Meta 2024 rund 16 Milliarden Dollar mit betrügerischer Werbung eingenommen haben. Beim Konsumentenschutz gingen im vergangenen Jahr rund 2100 Meldungen zu Dropshipping und Online-Shopping ein.
«Plattformen wie Instagram oder Facebook liefern ihre Nutzerinnen und Nutzer für Geld an Betrüger aus. Der Bundesrat muss dieses Milliardengeschäft endlich stoppen», wird Rahel Estermann, Co-Geschäftsleiterin der Digitalen Gesellschaft, in einer Medienmitteilung zur Einreichung der Petition zitiert. Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes, ergänzt: «Das ist alarmierend und zeigt, wie stark die Bevölkerung betroffen ist.» (pd/nil)

