14.05.2024

PAM Advertising

TeleZüri prüft rechtliche Schritte

Werbeanrufe während der Livesendung «TalkTäglich» sorgen für Aufregung. Während mehreren Wochen bewarben Zuschauerinnen einen Keksteig eines deutschen Produzenten. Beim Regionalsender kam diese Guerilla-Aktion nicht gut an.

Das deutsche Unternehmen Cookie Bros hat seine erste Werbekampagne in der Schweiz lanciert. Um reichweitenstarke Aufmerksamkeit für den seit 2023 im Coop erhältlichen «Cookie Bros Keksteig» zu generieren, konzipierte und realisierte PAM Advertising eine Guerilla-Aktion.

Über mehrere Wochen verfasste die Agentur Werbebotschaften für den Keksteig, die auf das aktuelle «TalkTäglich»-Thema zugeschnitten waren und mobilisierte mehrere Zuschauerinnen und Zuschauer, die während der Livesendung anriefen, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Dabei hätten die Personen eine mehrstufige Vorprüfung bei TeleZüri überwinden müssen, was mehrmals gelungen sei. Sobald die Personen live in der Sendung zugeschaltet gewesen seien, hätten sie die Werbebotschaft platzieren können. Die Agentur produzierte aus dem gesendeten Material ein Case-Video:

Über die Live-TV-Guerilla-Aktion wurde auch in 20 Minuten und Blue News berichtet.

Beim Regionalsender TeleZüri kam die Aktion alles andere als gut an. «Das gab es noch nie», so Oliver Steffen, Chefredaktor TV der CH Regionalmedien AG, auf Anfrage von persoenlich.com. TeleZüri habe von der Guerilla-Aktion im Vorfeld nichts gewusst und würde «so einer Idee niemals zustimmen». Es gäbe genügend Werbemöglichkeiten im TV, die eine bessere Wirkung erreichen würden. Steffen weiter: «Wir behalten uns rechtliche Schritte vor, zurzeit läuft die Prüfung bei unseren Juristen in welchem Rahmen.» (pd/cbe/nil)

Credits

Verantwortlich bei Cooke Bros.: Mark Mühürcüoglu (CEO), Ann-Cathrin Krauss (Head of Brand); verantwortlich bei PAM Advertising: Parvez Sheik Fareed, Miro Pfister (Gesamtverantwortung, Creative Direction, Realisierung); Anrufer Casting: Story Media Spescha.


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KOMMENTARE

Hannelore Hoenig
15.05.2024 08:01 Uhr
Ich finde ja Guerilla-Marketing grundsätzlich was Gutes. Aber das hier ist einfach nur doof und «Bschiss». Das die Redaktion hier noch die Credits aufführt für diese Sache, ist eh zu hinterfragen.

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