Text und Bilder: Schweizer Werbe-Auftraggeberverband SWA
Am Jubiläums-Jahresmeeting des SWA ging es um die Trends und Herausforderungen des Marketings von morgen. In seiner Begrüssungsrede betonte SWA-Präsident Roger Harlacher gleich zu Beginn, wie viel sich im Bereich KI seit dem letzten Jahr getan hat: «Die Entwicklung ist gigantisch – KI hat definitiv Platz genommen. Jetzt braucht es einen ‹deep dive› in die neuen Technologien und in das Marketing der Zukunft.» Speed ist laut Harlacher dabei die grösste Herausforderung, dennoch ist auch Reflexion gefragt. Denn in einer Welt, in der immer mehr immer schneller möglich ist, werden Werte und Verlässlichkeit für Marken wichtiger, und Orientierung und Vertrauen gewinnen an Bedeutung. Deshalb sein Aufruf ans Publikum: «Lassen wir uns von den neuen Möglichkeiten und technologischen Trends für Marken inspirieren, aber nehmen wir uns auch genügend Zeit für Reflexion.»
Der SWA im Jubiläumsjahr – stärker als je zuvor!
Der SWA wurde 1950 gegründet und feiert dieses Jahr das 75-Jahr-Jubiläum. Verbandspräsident Roger Harlacher freute sich besonders darüber, dass der SWA auch mit 75 Jahren die starke Stimme im Schweizer Werbemarkt ist – sogar noch stärker als je zuvor. Nach einem erfolgreichen Verbandsjahr mit zahlreichen Aktivitäten wie Webinaren, Expertengruppentreffen und verschiedenen Initiativen konnte der SWA eine neue Rekordzahl von 215 aktiven Mitgliedsunternehmen bekanntgeben.
Im Vorstand kam es zu fünf Verabschiedungen und zur Wahl von vier neuen Vorstandsmitgliedern. Damit ist der elfköpfige Vorstand aus verschiedenen Branchen wieder komplett. Eine überraschende Veränderung gab es im Präsidium. So gab Roger Harlacher bekannt, dass er sich entschieden hat, von seinem Amt als Präsident zurückzutreten. Nach 16 erfolgreichen Jahren fand er den Moment geeignet für einen Nachfolger. Mit Jan De Schepper, Chief Sales and Marketing Officer von Swissquote, holte er diesen gleich auf die Bühne. Jan De Schepper bedankte sich für die Einführung und freut sich auf die spannenden Themen und Herausforderungen im Verband. Im Namen des Vorstands gab er zudem bekannt, dass Roger Harlacher für seine Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.
Auch SWA-Direktor Roland Ehrler liess es sich nicht nehmen, Roger Harlacher gebührend zu verabschieden. Als besonderes Abschiedsgeschenk erhielt er ein Bild, das von seinem Sohn, dem freischaffenden Künstler Luca Harlacher, speziell für diesen Anlass kreiert wurde. Nach der emotionalen Verabschiedung von Roger Harlacher begrüsste Johannes Hapig als Moderator die Gäste und führte mit Witz und Charme durch den Abend.
Zwei hochkarätige Keynote-Speaker begeistern das Publikum
Als erster Keynote-Speaker trat Paul Kemp-Robertson auf, Chief Content Officer at LIONS, der dem gespannten Publikum «44 Ways to Win in 2030» aufzeigte. Gleichzeitig betonte er, dass es nicht nur den einen Weg gibt, der zum Erfolg führt, sondern eben ganz viele Wege. Neben einigen vorhersehbaren Inputs wie «Unterstand your emerging buyers» oder «Win the internet every day» präsentierte Kemp-Robertson auch einige überraschende Tipps, die Marken im KI-Zeitalter nutzen können, um sich abzuheben: «Focus on what will not change» und «Over-index on trust». Zusätzlich hob Kemp-Robertson die Bedeutung von Kreativität und Visionen hervor. Sein Rat an das Publikum: «Be a visionary, not a creator.» Und dem Management empfiehlt er: «Don’t kill creativity in the name of efficiency.» Denn er ist sich sicher, etwas wird auch 2030 immer noch wahr sein: «It is creativity that makes brands famous.» Nicht ganz unironisch gab er zum Schluss den Gästen noch mit auf den Weg: «Ignore predicitons about the future.» Denn wir alle haben es selbst in der Hand, wie wir der Zukunft begegnen. Der zweite Keynote-Speaker, Jens Polomski, LinkedIn Top Voice für KI und Co-Founder von snipKI aus Köln, war bereits zum zweiten Mal in Folge auf der SWA-Bühne. Er erinnerte das Publikum daran, dass KI mehr als nur ein Text-Generator ist, und zeigte eindrückliche Beispiele dazu, was KI nicht nur im audiovisuellen Bereich leisten kann, sondern auch in der Medizin und der Materialforschung.
Polomski hob die Möglichkeiten hervor, die KI uns bietet, um Ideen schnell und günstig umzusetzen. Auch ohne Programmierkenntnisse können selbst Tools gebaut und integriert werden. Und dies in einer Geschwindigkeit, die kaum zu fassen ist. Für die Erstellung eines eigenen Bildgenerators mit KI benötigte Polomski etwas über 8 Minuten. Den Gästen riet er zum Schluss: «Es gibt keine Ausreden mehr, Ideen nicht umzusetzen», und mit Blick auf die Zukunft ist er sich sicher, «da kommt noch einiges auf uns zu».
Podiumsgespräch, Stehdinner und Networking
Nach den beiden Vorträgen führte Johannes Hapig durch das «Next Gen Marketing Podium». Neben Jens Polomski wurde die Runde durch Andrea Bison (thjnk), Yaël Meier (ZEAM) und Jan De Schepper (Swissquote) ergänzt. Danach ging das Programm in den ebenso wichtigen zweiten Teil über mit einem Stehdinner und Networking bis spät in die Nacht.
Das nächste SWA-Jahresmeeting findet am 19. März 2026 im Stage One in Zürich statt! Die Vorträge, Videos, Fotos und mehr zum Event finden Sie unter www.swa-asa.ch.


