01.04.2126
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audienzz: Zehn Jahre digitaler Pionierarbeit zwischen Transformation, Tech und Teamgeist

Vor zehn Jahren als digitales Vermarktungs-Spin-off der NZZ gegründet, hat sich audienzz vom Vermarkter zum Ad-Tech-Spezialisten und Anbieter diverser Tools und Services entwickelt. Heute ist das Unternehmen mit über 120 Mitarbeitenden und einem breiten Publisher-Netzwerk in der Schweiz sowie wachsender Präsenz im DACH-Raum positioniert. Anlässlich des Jubiläums beleuchten wir die prägenden Etappen und blicken in die Zukunft.
Advertorial: audienzz: Zehn Jahre digitaler Pionierarbeit zwischen Transformation, Tech und Teamgeist

In den Nullerjahren traf die digitale Transformation die Medienbranche hart. Sinkende Auflagenzahlen und das schrumpfende Anzeigengeschäft zwangen Verlagshäuser, sich digital neu aufzustellen – im Journalismus genauso wie in der Vermarktung. Die NZZ reagierte 2010, indem sie Remo Baumeler, heute CEO von audienzz, als Leiter des digitalen Werbemarkts zu sich holte.

Es war ein Culture Clash: Die NZZ stand für Tradition, Qualität und Unabhängigkeit – und sah sich gleichzeitig mit einem digitalen Werbemarkt konfrontiert, der Innovation, Agilität und Kooperation verlangte. Aus dem damaligen Spannungsfeld heraus entstand 2016 die Entscheidung, das digitale Werbegeschäft in eine eigenständige Organisation zu überführen. «Um in einem globalen digitalen Markt bestehen zu können, benötigten wir eine Organisationsform, die es erlaubte, schnell auf technische Änderungen reagieren zu können und offen für Kooperationen und Beteiligungen zu sein», erklärt Remo Baumeler. Mit dem Ziel, auch andere Medienhäuser bei der digitalen Transformation auf Augenhöhe zu unterstützen, wurden die digitalen Kompetenzen in einem Spin-off gebündelt. Damit entstand eines der ersten Modelle im deutschsprachigen Raum, das Vermarktung, Technologie und Kooperation systematisch miteinander verbindet.

Vom Sales House zum Digital-Advertising-Spezialist

Seither hat sich viel getan und der digitale Werbemarkt hat sich radikal verändert: Technische Innovationen wie Header Bidding, die fortschreitende Automatisierung, der Bedeutungsgewinn von Daten, Privacy-Regulierungen und KI-getriebene Nutzungsmuster haben die Spielregeln laufend verschoben. Gleichzeitig ist die Wertschöpfungskette länger und fragmentierter geworden, mit vielen neuen Playern, die Margen abschöpfen. 
audienzz hat diese Entwicklung früh antizipiert und konsequent darauf reagiert: durch Investitionen in eigene Technologie, den Aufbau spezialisierter Teams und strategische Partnerschaften. Für Remo Baumeler war schon früh klar, dass die Zukunft nicht in der klassischen Vermarktung allein liegt, sondern in der Verbindung von Technologie, Daten und Services. So hat sich audienzz gezielt entlang der Wertschöpfungskette weiterentwickelt – vom reinen Sales House hin zu einem integrierten Anbieter von Technologie- und Vermarktungslösungen.

Wachstum durch Akquisition, Integration und Mandate

Das Wachstum verlief dabei nicht linear, sondern in gezielten Entwicklungsschritten – oft verbunden mit Akquisitionen und Partnerschaften. Mit Zulu5, Romandie Network, Netpoint Media und der Agentur Attackera hat das Unternehmen gezielt Kompetenzen, Regionen und neue Geschäftsfelder erweitert.

Diese Schritte hatten jeweils eine klare strategische Funktion: Zulu5 brachte technologische Tiefe im Monitoring von Werbeumfeldern und öffnete früh den Zugang zum DACH-Raum. Die Übernahme des Teams und der Assets von Romandie Network stärkte die Position in der Westschweiz und trug dazu bei, die Rolle als national relevanter Vermarkter in einem mehrsprachigen Markt auszubauen. 2023 kam mit der Übernahme von Netpoint Media der Schritt nach Deutschland. Mit der Akquise von Attackera wiederum diversifizierte audienzz seine Geschäftsfelder und baute seine Kompetenzen im Agenturumfeld weiter aus. Parallel dazu hat das Unternehmen über neue Mandate seine Rolle als Vermarkter ausgebaut: Titel wie Le Temps, Corriere del Ticino, finanzen.ch und weitere Marken in allen Sprachregionen setzen auf audienzz als unabhängigen Partner und Drittvermarkter. Heute umfasst dieses Netzwerk mehrere hundert Publisher in der Schweiz und Deutschland und bildet eine zentrale Grundlage für Reichweite und Skalierung.

«Es ist unsere Unabhängigkeit, die uns von Anfang an geprägt hat und es bis heute tut», sagt Remo Baumeler. «Die NZZ ist weiterhin ein wichtiger Partner, gleichzeitig basiert unser Wachstum heute auf einer breiteren Kunden- und Partnerbasis und dem Ausbau unserer Tech-Produkte.» Der kooperative Ansatz zieht sich wie ein roter Faden durch die Entwicklung von audienzz. So blieb etwa die Digitalagentur Attackera auch nach der Übernahme durch audienzz operativ eigenständig, und mit Ringier Advertising lancierte audienzz 2023 das Native-Performance-Netzwerk Yaleo Advertising als Nachfolger von Business Click (audienzz) und Ringier Click. Es bietet Kundinnen und Kunden Zugang zur kombinierten Reichweite von über 200 Schweizer Premium-Websites wie etwa nzz.chblick.ch oder 20min.ch und eine attraktive Alternative und Ergänzung zu Social-Media-Werbung. Für audienzz ist Yaleo Advertising damit mehr als ein Produkt: Solche Modelle zeigen, dass Kooperation im fragmentierten Markt eine zentrale Voraussetzung ist, um gegenüber globalen Plattformen konkurrenzfähig zu bleiben.

Adconsole als Treiber für die DACH-Expansion

Ein Schlüsselbaustein für die Transformation von audienzz vom Vermarkter zum Digital-Advertising-Spezialist ist auch die inhouse entwickelte Adconsole. Das Portal startete als Tool zur Verwaltung digitaler Werbung und ist über die Jahre zu einer umfassenden Omnichannel-Ad-Management-Plattform geworden. Heute bündelt sie Funktionen von CRM und Sales-Steuerung über die Abwicklung von Online-, Print-, Audio-, TV- und DOOH-Kampagnen bis hin zu Billing und Reporting in einem System und unterstützt Publisher, aber zunehmend auch Retailer und Agenturen dabei, ihre Werbebuchungen über sämtliche Kanäle hinweg zu planen, zu steuern und auszuwerten.

Die Adconsole ist zugleich ein wichtiger Treiber für die Expansion in den DACH-Raum. Mit der Übernahme von Netpoint Media wurde sie 2023 in Deutschland eingeführt, 2024 folgte der Markteintritt in Österreich. Dass Publisher wie das Nachrichtenportal heute.at auf audienzz als Technologie-Partner setzen, unterstreicht die Skalierbarkeit des Modells über die Schweiz hinaus.

Während audienzz in der Schweiz über die Jahre zum grössten unabhängigen digitalen Drittvermarkter geworden ist, sieht Remo Baumeler in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Märkten nach wie vor erhebliches Wachstumspotenzial: «Es gibt noch sehr viele Verlage, Retailer und Agenturen im DACH-Raum, die von unserem Vermarktungs-Know-how und einer etablierten, kosteneffizienten Ad-Management-Plattform profitieren können», sagt er. Langfristig verfolgt audienzz das Ziel, auch in Deutschland und Österreich zu einem führenden unabhängigen Drittvermarkter zu werden und die Adconsole europaweit zu etablieren.

Start-up-Spirit prägt audienzz bis heute

Mit über 120 Mitarbeitenden in mehreren europäischen Ländern ist audienzz heute deutlich grösser als in den Anfangsjahren. Gleichzeitig bleibt die Unternehmenskultur ein prägendes Element: Start-up-Spirit, hohe Eigenverantwortung, Mitgestaltung und gemeinsames Erleben.
«Wer hart arbeitet, soll auch mal ordentlich feiern», bringt es Remo Baumeler auf den Punkt. Anlässe wie die legendären Summer End Parties, an denen nicht nur Kunden, sondern Vertreterinnen und Vertreter der gesamten Branche zusammenkommen, sind Ausdruck davon. Genauso wie die eine oder andere Lärmklage Teil der Anekdotensammlung von audienzz ist. «Der Spass kommt bei uns nicht zu kurz. Wichtig ist aber auch, was am Morgen nach einer durchgefeierten Nacht bleibt: Zusammenhalt, Humor und die Bereitschaft, wieder gemeinsam Vollgas zu geben», sagt er. Anstelle starrer Organigramme setzt audienzz deshalb auf klare Kompetenzbereiche und hohe Transparenz: Kennzahlen, Dashboards und Ziele werden breit geteilt, Entscheidungswege bleiben vergleichsweise kurz und physische Begegnungsräume im Büro – vom Töggelikasten bis zur eigenen Zapfanlage – sind bewusst investierter Raum für Austausch. Die geringe Fluktuation zeigt, dass diese Strategie funktioniert.

Zehn Jahre sind erst der Anfang

Der Blick nach vorne ist klar: Deutschland und Österreich sind die Wachstumsgebiete der nächsten Jahre, sowohl in der Vermarktung als auch technologisch über die Adconsole. Dort will audienzz, genauso wie in der Schweiz, zu einem der wichtigsten unabhängigen Technologie- und Vermarktungspartner werden. Gleichzeitig ist es das Ziel des Unternehmens, seine Rolle im sich konsolidierenden Schweizer Markt zu festigen. In neuen Feldern wie Retail Media, im Agenturgeschäft, Digital Out of Home und Connected TV sieht das Unternehmen das Potenzial, seine Adtech-Kompetenz einzubringen und als unabhängiger Partner aufzutreten und sich damit klar gegenüber globalen Plattformen zu positionieren. 

audienzz verfolgt dabei keinen starren Masterplan, sondern eine klare Intention: Die Bereitschaft, sich immer wieder neu zu justieren, ohne den Blick fürs Wesentliche aus den Augen zu verlieren. CEO Remo Baumeler: «Unsere Agilität, ein Team aus authentischen Mitarbeitenden mit viel Know-how und Herzblut sowie das Vertrauen unserer Kunden und Partnern sind auch für eine erfolgreiche Zukunft unsere wichtigsten Assets. Wir blicken mit Zuversicht auf die nächsten 10 Jahre und bedanken uns bei allen, die uns auf unserem Weg begleiten.»