RefLab, Fokus Theologie und die Projektstelle KI der Reformierten Kirche des Kantons Zürich haben das Projekt «Sharing Jesus» lanciert. Der auf dem KI-Modell Claude Haiku basierende Chatbot tritt als «Jesus-inspirierte Stimme» auf und macht transparent, dass er nicht Jesus selbst ist, heisst es in einer Mitteilung. Im Zentrum steht nicht das individuelle Chat-Erlebnis, sondern der gemeinsame Austausch der Teilnehmenden über ihre Erfahrungen.
Bereits wenige Tage nach dem Start nutzten über 600 Personen das Angebot. «Sharing Jesus ist ein Gesprächsprojekt», wird Spiro Mavrias, Leiter der Projektstelle KI, zitiert. Man wolle erkunden, welche Bilder von Jesus existieren und wie neue Technologien die Auseinandersetzung mit Glauben verändern. Theologe Andreas Loos spricht von einer «Demokratisierung der Jesusfrage»: Erst im Austausch unterschiedlicher Perspektiven entstehe ein lebendiges Gespräch.
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Die Initiatoren berichten von überwiegend positiven Rückmeldungen – der Bot werde als inspirierend und teilweise tröstlich erlebt. Mavrias betont jedoch: «KI kann ein Gespräch eröffnen, aber sie darf nie dessen Endpunkt sein.» Die anonymisierten Chats sollen zudem als Grundlage für einen öffentlichen Austausch über Glauben, Spiritualität und KI dienen und in die Weiterentwicklung des Bots einfliessen. (pd/spo)


