Eine neue Studie im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zeigt: Neun von zehn Unternehmen der Schweizer Digitalbranche sind innovativ. Gleichzeitig warnt die Teilstudie «New Innovation Models in Switzerland» vor strukturellen Nachteilen, die die Innovationstätigkeit der Branche zunehmend bremsen.
Als Haupthindernis nennt die Studie die wachsende Regulierungsdichte. Komplexere Vorschriften, häufige Änderungen und Rechtsunsicherheit erhöhten Kosten und administrativen Aufwand – besonders für kleinere Unternehmen.
Auch die öffentliche Innovationsförderung steht in der Kritik: Die Branche nutzt Instrumente wie jene von Innosuisse bislang vergleichsweise wenig. Bemängelt werden fehlende Rückmeldungen bei abgelehnten Anträgen, ungenügende Begleitung bei der Projektumsetzung sowie zu wenig Unterstützung bei Geschäftsmodellentwicklung und Markteinführung. Zudem würden Beratungsunternehmen und Hochschulen überproportional von der Förderung profitieren, wie der Branchenverband Swico in einer Mitteilung schreibt.
Swico fordert auf Basis der Studie unter anderem administrative Entlastungen, bessere Finanzierungsbedingungen für Start-ups sowie eine technologieoffene und praxistaugliche Regulierung.
Die Studie wurde von FHNW, Universität St. Gallen, EPFL und ETH-KOF durchgeführt, mit Unterstützung von Innosuisse und mehreren Branchenverbänden. (pd/nil)

