15.05.2026

Deepfake

Glarner fast fünf Stunden einvernommen

Der Fall könnte zum Präzedenzfall werden: Erstmals muss die Justiz klären, ob gefälschte KI-Videos unter den Straftatbestand des Identitätsmissbrauchs fallen.
Deepfake: Glarner fast fünf Stunden einvernommen
Wurde einvernommen: SVP-Nationalrat Andreas Glarner. (Bild: Keystone/Andreas Becker)

SVP-Nationalrat Andreas Glarner ist laut Tamedia wegen des Deepfake-Videos von Grünen-Nationalrätin Sibel Arslan stundenlang von der Polizei einvernommen worden. Beide Politiker seien detailliert zu den Vorgängen um das Video befragt worden, das Glarner im Wahlkampf 2023 verbreitet hatte (persoenlich.com berichtete).

Im Zentrum des Verfahrens stehe der Straftatbestand des Identitätsdiebstahls, der erst seit September 2023 gilt. Die Behörden müssten nun klären, ob auch Deepfakes unter das neue Gesetz fallen würden. Die Oberstaatsanwaltschaft sprach laut Bericht von einer rechtlich komplexen und gesellschaftlich relevanten Frage. (sda/cbe)


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