19.05.2026

Google

KI-Agenten dominieren I/O 2026

An seiner Entwicklerkonferenz hat der Konzern eine Reihe von Neuerungen angekündigt – von einem grundlegend überarbeiteten Suchfeld über smarte Brillen bis hin zu wissenschaftlichen Forschungstools.

Die Google-Suche erhält das grösste Update seit Jahrzehnten: Das Suchfeld weitet sich künftig für längere Anfragen aus und nimmt neben Text auch Bilder, Dateien und Videos entgegen. KI soll bei der Eingabe über bisherige Autovervollständigungsvorschläge hinausgehen. Zusätzlich können Nutzende sogenannte Informationsagenten erstellen, die das Web eigenständig nach vorgegebenen Themen durchforsten und bei passenden Treffern benachrichtigen.

Im Bereich Shopping lanciert Google den «Universellen Einkaufswagen» – einen händlerübergreifenden Warenkorb, der automatisch nach günstigeren Preisen und Sonderangeboten sucht, bei Ausverkauftem über die Wiederverfügbarkeit informiert und vor Inkompatibilitäten warnt. Ein eigens entwickeltes Protokoll soll KI-Agenten ermöglichen, im Auftrag der Nutzenden selbständig zu bezahlen – innerhalb vordefinierter Marken- und Preisvorgaben.

Das neue Modell «Gemini Omni» verarbeitet Eingaben in Form von Audio, Text, Video und Bildern und erzeugt daraus verschiedenartige Ausgaben. Videos lassen sich damit auch per Sprachbefehl bearbeiten. Die Gemini-App erhält zudem eine neu konzipierte Designsprache sowie Agenten für den Alltag.

Smarte Brillen von Gentle Monster und Warby Parker auf Basis von Android XR ermöglichen Wegbeschreibungen, SMS-Versand und Fotoaufnahmen – ohne Smartphone.

Die Erkennung von KI-Inhalten wird zunächst in der Gemini-App, später auch in Suche und Chrome vereinfacht: Nutzende können anfragen, ob ein Bild oder Video KI-generiert ist. Anderen Diensten stellt Google dafür eine Schnittstelle zur Verfügung.

Für Entwicklerinnen und Entwickler bringt Google Updates für Google Antigravity, eine erweiterte Gemini-API sowie native Android-Unterstützung in Google AI Studio.

Im Wissenschaftsbereich sollen «Science Skills» in Google Antigravity sowie drei neue experimentelle Tools in Google Labs – basierend auf Co-Scientist, AlphaEvolve, Empirical Research Assistance und NotebookLM – zentrale Schritte der wissenschaftlichen Methode beschleunigen. (pd/cbe)


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