09.02.2026

OpenParlData

Plattform bündelt politische Daten der Schweiz

Eine Open-Data-Plattform vereint erstmals die Parlamentsdaten von Bund, allen 26 Kantonen und 50 Schweizer Städten.

Ziel von OpenParlData.ch ist: Die politische Recherche vereinfachen und den Zugang zu verstreuten Informationen zentralisieren. Projektinitiatorin ist die Berner Entwicklungsfirma Glue gemeinsam mit opendata.ch. Die Stiftung Mercator Schweiz unterstützt das Projekt. Die frei zugängliche Plattform richtet sich an Medien, Forschung und Zivilgesellschaft, schreibt Glue.

Die Zusammenführung der Daten von über 77 verschiedenen Parlamentsquellen sei laut Verantworlichen eine technologische Premiere. Da es bislang noch keinen Standard für Parlamentsdaten gibt, war es auch eine technische Herausforderung die Daten in ein einheitliches Datenmodell zu bringen.

Nutzerinnen und Nutzer können über das Portal verfolgen, welche Vorstösse und Geschäfte in ihrer Stadt oder ihrem Kanton behandelt werden. Ein Themen-Radar ermöglicht es zudem, politische Trends zu bestimmten Bereichen wie Berufsbildung oder Digitalisierung schweizweit zu beobachten. Entwicklerinnen und Entwickler erhalten Zugriff auf 77 Datenquellen in einem einheitlichen Format und macht individuelle Daten-Pipelines überflüssig.

Die Datenbank umfasst 280'000 politische Geschäfte wie Vorstösse, Sachgeschäfte, Vernehmlassungen und Volksinitiativen. Erfasst sind zudem 24'000 Personen aus Legislative und Exekutive, 17'000 Interessenbindungen und 6000 Gremien wie Kommissionen, Fraktionen und Parteien. Hinzu kommen 70'000 parlamentarische Abstimmungen, 30'000 Sitzungsangaben, 650'000 Dokumente sowie 855'000 Rede- und Debattenbeiträge. (pd/spo)


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