Der Verein Digital Ad Trust Switzerland hat am Dienstag seine Auswertung zum dritten Quartal 2026 veröffentlicht. Getragen wird er von IAB Switzerland, Leading Swiss Agencies (LSA) und dem Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA). Bisher wies der Report nur Werte für den Gesamtmarkt aus. Neu zeigt er für jede Kennzahl, welche Publisher die besten Werte erreichen.
Bei der Display-Visibility liegt Watson mit 77,6 Prozent vor Tamedia Advertising (76,5 Prozent) und 20 Minuten (73,9 Prozent). Bei Videowerbung führt Goldbach Audience mit 82,8 Prozent, gefolgt von Audienzz (80,8 Prozent) und Ringier Advertising (80,2 Prozent). Die tiefste Ad-Fraud-Rate weist Audienzz mit 0,21 Prozent aus, knapp vor Tamedia Advertising mit 0,22 Prozent. Bei Brand Safety wurden bei Ringier Advertising am wenigsten Auslieferungen blockiert (0,012 Prozent).
Grundlage sind die Messungen der Publisher. Sie erheben die Werte mit unterschiedlichen Instrumenten (IAS, DoubleVerify, Adserver-Daten). Wurde nur eine Stichprobe gemessen, ist der Wert gemäss Mitteilung auf 100 Prozent hochgerechnet. Wie viele Publisher insgesamt erfasst sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Im Gesamtmarkt waren 79,0 Prozent der Videoanzeigen sichtbar, 3,1 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Bei Video gilt eine Anzeige als sichtbar, wenn mindestens die Hälfte ihrer Fläche während mindestens zwei Sekunden auf dem Bildschirm zu sehen ist. Am stärksten legte Instream zu, also Anzeigen vor, während oder nach einem Videobeitrag: auf Desktop um 5,2 Prozentpunkte auf 85,4 Prozent, auf Mobile um 5,3 Prozentpunkte auf 83,2 Prozent. Outstream-Anzeigen auf Desktop verloren hingegen 3,0 Prozentpunkte und kamen auf 72,9 Prozent.
Bei Displaywerbung lag die Visibility bei 73,8 Prozent, 0,5 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Auf Desktop waren es 82,4 Prozent, auf Mobile 71,1 Prozent. Hier genügt bereits eine Sekunde, damit ein Werbemittel als sichtbar gilt.
Ad Fraud bezeichnet Werbung, die nicht von Menschen, sondern beispielsweise von Bots aufgerufen wird. Die Rate stieg von 0,36 auf 0,47 Prozent. Auf Desktop hat sie sich von 0,48 auf 0,92 Prozent nahezu verdoppelt, auf Mobile erhöhte sie sich von 0,31 auf 0,39 Prozent.
Bei Brand Safety wird eine Auslieferung blockiert, wenn die Werbung neben ungeeigneten Inhalten zu erscheinen droht. Der Anteil sank von 0,06 auf 0,014 Prozent, also auf weniger als zwei von 10'000 Auslieferungen.
«Mit den Kennzahlen einzelner Publisher macht unser Report einen wichtigen Schritt für den Schweizer Werbemarkt. Werbekunden und Agenturen sehen jetzt, wo ihre Kampagnen gut sichtbar sind und in einem sicheren Umfeld laufen», lässt sich Roland Ehrler, Präsident von Digital Ad Trust Switzerland und Direktor des SWA, in der Mitteilung zitieren. (pd/cbe)




