20.08.2026

IT-Sicherheit

Schweizer KMU unterschätzen Cybergefahren

Cyberkriminelle nutzen zunehmend künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe zu automatisieren und zu verfeinern – während viele kleine und mittlere Betriebe in der Schweiz die Bedrohungslage für sich selbst falsch einschätzen.

Die Schweizer KMU sind deutlich stärker Cybergefahren ausgesetzt, als sie selber meinen. Fast die Hälfte hat im letzten Quartal einen Angriff erlebt. Nur gut ein Fünftel stuft den Vorfall aber als gefährlich ein.

Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens Deloitte. Die dabei 924 befragten Mitarbeitenden kleiner und mittlerer Unternehmen gaben zu 49 Prozent an, in den vergangenen drei Monaten einen ernsten Cybervorfall erlebt zu haben. Nur 22 Prozent stuften das Risiko für ihr Unternehmen aber als hoch ein.

Besonders ausgeprägt sei diese Wahrnehmungslücke bei Kleinunternehmen: Obwohl dort 38 Prozent einen Vorfall meldeten, hielten lediglich 15 Prozent das Risiko für erheblich.

Hinzu komme, dass sich die Vorfälle deutlich häuften. Cyberangriffe seien durch den Einsatz von KI schneller, skalierbarer und gezielter geworden, so Deloitte. (sda/cbe)


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