Der Trend zu ultrakurzen Vertikalserien fürs Smartphone schwappt nun auch nach Europa über. In Deutschland testen erste Sender und Produktionsfirmen das Format bereits (persoenlich.com berichtete). Und in der Schweiz?
Baptiste Planche, Leiter Fiktion SRF, sagt auf Anfrage: «Ich beobachte den Trend rund um ‹Vertical Dramas› beziehungsweise ‹Microdramas› seit einiger Zeit sehr aufmerksam. Das internationale Wachstum und die Dynamik sind beeindruckend – auch im deutschsprachigen Raum, wo erste Aktivitäten und Tests angekündigt sind.»
Konkrete eigene Projekte plant SRF Fiktion derzeit jedoch nicht. Planche: «Aktuell planen wir bei SRF Fiktion keine konkreten Projekte oder Experimente in diesem Format, schliessen aber nicht aus, dass wir das zu einem späteren Zeitpunkt prüfen.» Man wolle zunächst abwarten, welche Erkenntnisse die ersten deutschen Produktionen liefern.
Für einen allfälligen Einstieg formuliert Planche klare Bedingungen: «Als öffentliches Medienhaus müssten wir erzählerische Qualität und Tiefe sowie die Produktionsbedingungen sorgfältig bewerten. Und es müsste zudem erkennbar sein, dass SRF beziehungsweise die SRG in diesem stark plattformgetriebenen Umfeld einen deutlichen Mehrwert und realistische Erfolgschancen für das Schweizer Publikum hat.»

