Für viele kleine Unternehmen ist die Web- oder Marketingagentur die erste Anlaufstelle, wenn es um den Datenschutz der eigenen Website geht – rechtlich verantwortlich bleibt aber immer die Betreiberin oder der Betreiber selbst. Bisher brauchte es dafür oft mehrere Anbieter, etwa für Cookie-Banner und Datenschutzerklärung sowie separat fürs Impressum, das gerade in Deutschland und Österreich diverse Sonderfälle kennt. Mit einem neuen Impressum-Modul deckt PrivacyBee laut Mitteilung neu alle drei Bereiche automatisiert aus einer Hand ab: Die Plattform scannt die Website, erkennt eingesetzte Dienste und hält die Dokumente aktuell – anwaltlich geprüft und ergänzt um eine Abmahngarantie.
Zeitgleich vermeldet PrivacyBee zwei strukturelle Schritte: Das vierköpfige Leitungsteam – CEO Tom Röthlisberger, CMO Julia Moll, CPO Jannik Fivian und CTO Benjamin Indermühle –, das bisher beim Digital Innovation Lab AG angestellt war, ist neu direkt bei der PrivacyBee AG angestellt. Zudem habe das Unternehmen eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, zu deren Volumen und Investoren es keine Angaben macht.
PrivacyBee wurde 2023 von der Berner Anwaltskanzlei Domenig & Partner Rechtsanwälte AG und dem Digital Innovation Lab AG gegründet. Auslöser war das revidierte Datenschutzgesetz (nDSG), das laut Mitteilung zahlreiche KMU überforderte; es trat am 1. September 2023 in Kraft. Daraus sei in drei Jahren ein Unternehmen mit nach eigenen Angaben über 11'000 aktiven Abos und mehr als 500 Partnern entstanden.
«Wir machen Datenschutz für die 99 Prozent, die sich keine eigene Rechtsabteilung leisten können», lässt sich CEO und Mitgründer Tom Röthlisberger in der Medienmitteilung zitieren. «Für viele von ihnen ist die Agentur die Ansprechperson für die Website, auch beim Datenschutz. Wir nehmen ihr dieses Thema ab und machen daraus einen wiederkehrenden Umsatz.» (pd/nil)

