Im Wettbewerb des Dokumentarfilm-Festivals Visions du Réel in Nyon VD befinden sich 110 Filme aus 45 Länder, darunter auch 24 Schweizer Werke. Im Fokus des Festivals stehen Filme aus Libanon. In Nyon wird auch der brasilianische Musiker Gilberto Gil erwartet. Zur 44. Ausgabe kann das internationale Dokumentarfilmfestival von Nyon, das seit 1995 unter dem Namen "Visions du Réel" auftritt, mit noch mehr Weltpremieren glänzen, sagte am Montag Festivalpräsident Claude Ruey vor den Medien in Genf.
Von den 110 im Wettbewerb gezeigten Filmen werden fast alle als Welt- oder internationale Premiere präsentiert. Mit 3500 Filmen wurden so viele Filme eingereicht, wie noch nie. Dies zeige die immer grössere Bekanntheit des Festivals, sagte Ruey. Abgesehen von der Exklusivität ist auch der Respekt vor dem Zuschauer und den gefilmten Personen, das persönliche Engagement des Filmemachers sowie Originalität und Ästhetik entscheidend für die Auswahl, sagte Festivaldirektor Luciano Barisone.
Libanon im Fokus
Man sei jedes Jahr auf der Suche nach neuen Werken, die auch in der Branche kaum bekannt seien. Im Fokus stehe dieses Jahr Libanon. Am Festival sind 14 in diesem Land produzierte Filme zu sehen. Wie in der Vergangenheit bietet das Dokumentarfilm-Festival auch Lektionen renommierter Regisseure an. Für die Ausgabe vom 19. bis am 26. April wurden die lettische Regisseurin Laila Pakalnina und der israelische Filmemacher Eyal Sivan eingeladen.
Pakalninas Filme vereinen Schönheit und Ironie während sich Sivans Werke durch Überlegungen auszeichnen, hielt Barisone fest. Der israelische Filmemacher liefere zudem einen anderen Blick auf die Geschichte.
Gilberto Gil in Nyon erwartet
Der internationale Wettbewerb ist in drei Sektionen aufgeteilt, in denen 50 Lang-, 24 mittellange und 36 Kurzfilme laufen. Bei der Aufführung des Films "Viramundo" am 20. April wird auch der brasilianische Sänger und Komponist Gilberto Gil anwesend sein. Der Film über den ehemaligen Kulturminister Brasiliens wurde vom Schweizer Pierre-Yves Borgeaud gedreht. Zur Eröffnung am 19. April wird Bundesrat Alain Berset erwartet. Gezeigt wird zum Auftakt "Alphée des étoiles" von Hugo Latulippe aus Quebec.
Das Visions du Réel gehört zu den vier wichtigsten Festivals für Dokumentarfilm weltweit. Für das Jahr 2013 wurde das Budget leicht erhöht und beläuft sich nun auf rund drei Millionen Franken. Im vergangenen Jahr strömten über 25'000 Zuschauer nach Nyon. (sda)
26.03.2013
Dokumentarfilm
110 Filme aus 45 Ländern am Visions du Réel
Festival in Nyon rückt diesmal Filme aus dem Libanon in den Fokus.
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