08.03.2012

"Die schönsten Schweizer Bücher"

27 Auszeichnungen

Unter anderem für Dieter Meiers Kinderbuch.

Das Bundesamt für Kultur (Bak) führt jährlich den Wettbewerb "Die schönsten Schweizer Bücher" durch. Zum einen würdigt das Bak mit dieser Auszeichnung hervorragende Leistungen im Bereich der Buchgestaltung und -produktion. Zum andern richtet der Wettbewerb den Blick auf besonders beachtenswerte und zeitgemäss umgesetzte Bücher. Dieses Jahr wurden 392 Bücher von Schweizer Buchgestaltern, Verlagen oder Druckereien eingereicht. Die fünfköpfige Jury, neu unter dem Vorsitz von Manuel Krebs, hat sämtliche Eingaben begutachtet und daraus 27 Titel zu den schönsten Schweizer Büchern 2011 erklärt. Die Jury beurteilt die Einsendungen jeweils auf ihre Konzeption, ihre grafische Gestaltung und Typografie, wobei der Schwerpunkt der Bewertung auf Innovation und Originalität liegt. Ausserdem prüft sie die Qualität des Druckes und des Einbandes, die buchbinderische Verarbeitung sowie die verwendeten Materialien.

Erstmals seit neun Jahren wurden dieses Jahr auch wieder Kinderbücher ausgezeichnet. Die Gewinner in dieser Kategorie sind "Oskar Tiger" von Dieter Meier und Franziska Burkhardt (Kein und Aber Verlag) sowie "Ghost Knigi" von Benjamin Sommerhalder (Nieves Verlag).

Der Jan-Tschichold-Preis wurde von der Jury unabhängig von den zum Wettbewerb eingereichten Büchern verliehen. Damit zeichnet das BAK seit 1998 eine Persönlichkeit, eine Gruppe oder eine Institution für hervorragende Leistungen in der Buchgestaltung aus. Der diesjährige Preis in der Höhe von 15'000 Franken geht an Erich Keiser von der Druckerei Odermatt in Dallenwil (NW). Die Jury ehrt mit Erich Keiser erstmals einen Fachmann aus der Produktion und möchte damit auch unterstreichen, wie wichtig die Partnerschaft zwischen Druckern, Gestaltern und Verlegern ist. In exemplarischer Weise verhilft Erich Keiser zu einer übergreifenden Zusammenarbeit an den Schnittstellen Verlag, Design und Produktion, was viel Potential für unkonventionelle und qualitativ hochwertige Ergebnisse offenlegt. Dass technisches Knowhow stark an die jeweiligen Produktionsstandorte gebunden ist, und dass sich diese, aufgrund der wirtschaftlichen Situation, zunehmend ins Ausland verlagern, ist nicht von der Hand zu weisen. Umso mehr ist es der Jury ein Anliegen, diesen schleichenden Knowhow-Verlust zu thematisieren.

Preisverleihung und Ausstellungen

Vom 5. bis 8. Juli 2012 werden "Die schönsten Schweizer Bücher" im Helmhaus Zürich dem Publikum und den Medien präsentiert, zeitgleich erscheint der Katalog zum diesjährigen Wettbewerb (Gestaltung: Aude Lehmann). Anlässlich der Ausstellungs-Vernissage wird zudem der Jan-Tschichold-Preisträger geehrt. Im Herbst 2012 werden die Bücher erstmals in einer Ausstellung an der École cantonale d’art de Lausanne zu sehen sein; ebenso reist die Ausstellung nach Lavin und St. Gallen. Wie bereits in den vergangenen Jahren werden sämtliche beim Wettbewerb eingereichten Bücher Seite an Seite mit den prämierten Büchern in der Ausstellung zu sehen sein. (pd)


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