07.03.2011

Kino

3D-Blockbuster helfen Branche aus Krise

Wieder mehr Werbung auf der Leinwand.

Das Kino hat seine Krise zumindest teilweise verdaut und lockt vor allem dank der 3D-Technik viele Besucher in die Säle. Mit dem Strom schwimmen ausserdem wieder mehr Werbetreibende, die ihre Spots von der Leinwand flimmern lassen. Erstmals seit drei Jahren sind ihre Investitionen in den deutschen Kinos gestiegen - und das sogar kräftig, wie die Marktforscher bei Nielsen aufzeigen. Am lautesten klingelten die Kassen im Vorjahr bei James Camerons Science-Fiction-Abenteuer "Avatar - Aufbruch nach Pandora".

Über 81 Millionen Euro

Rund acht Millionen Zuschauer haben den Blockbuster allein in der Bundesrepublik im Kino gesehen. 88 Prozent davon wählten die dreidimensionale Version des erfolgreichsten Films 2010. Dahinter folgt der siebte Teil der Harry-Potter-Reihe mit 5,2 Millionen Besuchern. Obwohl die Publikumszahlen im Vorjahr insgesamt rückläufig waren, haben die Werbeinvestitionen gerade anlässlich der Filmstarts stark beworbener Streifen stark zugelegt. So hatte die Kinowerbung anders als in den traditionell ruhigen Sommermonaten in der Vorweihnachtszeit Hochkonjunktur.

Verschiedene Branchen wie Spiele und Spielcomputer sowie Körperschaften oder die Hersteller alkoholfreier Getränke waren mit Werbeeinschaltungen im Kino im Vorjahr besonders aktiv. Die zehn Top-Segmente haben dabei für beinahe die Hälfte des gesamten Kinowerbedrucks gesorgt. Den mit 9,5 Minuten längsten Werbefilm steuerte Hornbach mit "Das grenzenlose Haus" bei. Insgesamt wurde in den Kinos laut Nielsen 2010 ein Bruttowerbedruck im Wert von mehr als 81 Millionen Euro generiert - ein Plus von 12,2 Prozent. Bei der Neukunden-Akquise kletterten die Umsätze besonders stark. 131 Unternehmen schalteten erstmals Spots mit einem Budget von 10,6 Millionen Euro. (pte)


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