18.04.2026

Stefan Büsser

Angekommen in der Wandelhalle

Zwei Jahre nach dem Start von «Late Night Switzerland» spricht der Moderator offen über Quotenziele, Shitstorms und die politische Entwicklung seiner Sendung.
Stefan Büsser: Angekommen in der Wandelhalle
Stefan Büsser, Moderator von «Late Night Switzerland». (Bild: SRF/Gian Vaitl)

«Late Night Switzerland» habe sich zur erfolgreichsten Comedy-Sendung nach «Giacobbo/Müller» entwickelt – zweimal habe der Marktanteil sogar jenen des «Tatort» am selben Abend übertroffen, so Stefan Büsser in einem in der Schweiz am Wochenende erschienenen Interview. Den Erfolg führt er nicht zuletzt auf Head-Writer Domenico Blass zurück, der neun Jahre lang dieselbe Funktion bei «Giacobbo/Müller» innehatte.

Anfangs habe er gezögert, die Sendung politisch zu positionieren – die Angst vor dem Vergleich mit dem Vorgänger sei zu gross gewesen. Inzwischen sei «Late Night Switzerland» auch in der Berner Wandelhalle ein festes Gesprächsthema. Büsser besuche das Bundeshaus zweimal jährlich persönlich.

Beim Start 2024 habe er sich mit öffentlichem Druck und ersten Shitstorms konfrontiert gesehen. Sorgen bereitete ihm damals auch die Medienkritik: Er habe befürchtet, dass die anhaltend negative Berichterstattung durch CH Media das Publikum langfristig beeinflussen könnte. Mit der Zeit habe er gelernt, zwischen Angriffen auf die öffentliche Figur und auf die Person zu unterscheiden.

Unfreiwillig für Schlagzeilen sorgte er, als er die ersten Tage des Iran-Krieges in Abu Dhabi verbrachte – einen Fehler, den er offen als «Dummheit» bezeichnet. (cbe)


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