Im monatelangen Arbeitskampf der streikenden Drehbuchautoren in den USA gibt es offenbar einen Durchbruch. Die Autorengewerkschaft WGA erzielte eine vorläufige Vereinbarung mit den Produzenten. Dies teilte die Führung der Writers Guild Association am Wochenende mit. Falls die rund 12'000 Gewerkschaftsmitglieder die Einigung annähmen, könnten die Autoren ihre Arbeit bereits am Montag wieder aufnehmen, hiess es.
"Wir glauben, dass die Zeit gekommen ist, den Arbeitskampf zu beenden", schreibt die WGA-Führung. Die Einigung sieht gemäss den Angaben einen neuen Vertrag mit dreijähriger Laufzeit und Gehaltserhöhungen von etwa drei Prozent pro Jahr vor. Die Drehbuchautoren waren am 5. November -- zum ersten Mal seit fast 20 Jahren -- in den Ausstand getreten. Sie forderten unter anderem eine höhere Beteiligung an DVD-Tantiemen sowie an den Einnahmen bei neuen Medien wie Internet und Mobilfunk.
Der Streik hat die Film- und Fernsehbranche in den USA hart getroffen. Mehrere Fernsehserien mussten eingestellt und Filmprojekte auf Eis gelegt werden. Auch die Golden-Globe-Gala am 13. Januar war wegen des Streiks ins Wasser gefallen. Ob die Oscar-Show wie geplant am 24. Februar über die Bühne gehen kann, hängt von den weiteren Entscheidungen ab. Die Verleihung der Grammy-Musikpreise am Sonntag in Los Angeles war durch den Streik nicht gefährdet.
Die Autorengewerkschaft hatte den Veranstaltern kürzlich eine Sondererlaubnis erteilt, nach der ihre Mitglieder aktiv an der Musikshow mitwirken und Bühnendialoge und Reden schreiben dürfen. (sda)

