09.12.2014

Bob Geldof

Band-Aid-Lied gegen Kritik verteidigt

Der Text war als paternalistisch kritisiert worden.

Der irische Popmusiker Bob Geldof hat den Text seiner Band-Aid-30-Single verteidigt. "Bitte, es ist ein Popsong. Entspannt euch", sagte Geldof der Zeitung "The Telegraph" vom Dienstag mit Blick auf das Lied, das er mit anderen Musikern produziert hatte, um Geld für Ebola-Opfer zu sammeln.
 
Die Kritiker könnten gerne verärgert sein, ihm sei das jedoch egal. Wenn das Lied, "den Schmerz und das Leid lindern helfen kann, wenn sie mit etwas mehr Würde sterben können", sei das Ziel erreicht. Mehrere Musiker hatten das Lied kritisiert.
 
Der Song war anlässlich des 30. Jubiläums des Lieds "Do They Know It's Christmas?" aufgenommen worden, mit dem Geldof 1984 zusammen mit anderen Musikern Spenden für die Opfer der Hungerkatastrophe in Äthiopien gesammelt hatte. Der Erlös aus dem Verkauf der Single, die in Grossbritannien in der ersten Verkaufswoche mehr als 312'000 Mal heruntergeladen wurde, geht an die 
Opfer der Ebola-Epidemie in Westafrika, der mehr als 6300 Menschen zum Opfer fielen.
 
In dem Lied heisst es etwa, "wo ein Kuss der Liebe töten kann und der Tod in jeder Träne ist". Eine andere Passage lautet: "Kein Frieden und keine Freude zu Weihnachten in Westafrika. Die einzige Hoffnung, die sie haben werden, ist am Leben zu sein."
 
Der Text war im Internet als paternalistisch kritisiert worden. Der ghanaisch-britische Musiker Fuse ODG sagte etwa, er habe sich geweigert, an dem Lied mitzuwirken, weil der Text "absolut nicht widerspiegelt, was in Afrika los ist". (sda/afp)


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