16.01.2007

Video-Portale

Explosionsartige Zuwächse ohne Gewinn

Keine Anzeichen für neue Internet-Blase.

Die Zuwächse auf dem Online-Videomarkt mit anwendergenerierten Inhalten sind 2006 förmlich explodiert. Bis zum Ende des Jahres stieg der Anteil am Gesamt-Onlinevideomarkt in den USA auf 47 Prozent. In den kommenden vier Jahren soll dieser Wert auf 55 Prozent ansteigen, was 44 Mrd. Videostreams entspricht. Dies sind die neuesten Zahlen des britischen Marktforschungsinstitutes Screendigest, die in London präsentiert wurden. Weniger schmeichelhaft sind allerdings die Aussichten finanzieller Natur. So werden anwender-gespeiste Videodienste im Jahr 2010 gerade einmal für 15 Prozent der Gesamterträge des Online-Videomarktes verantwortlich zeichnen, ist Screendigest überzeugt.

"Bis jetzt hat noch niemand einen Weg gefunden, wie man mit diesen sehr populären Webdiensten, die eine enorme Anhängerschaft hinter sich versammeln, echtes Geld machen kann", meint Studienautor Arash Amel, Senior Analyst bei Screen Digest. "Die weitere Entwicklung des Marktes ist hochinteressant". Jetzt komme es darauf an, wie die grossen Player die Popularität von Seiten wie YouTube und MySpace in bare Münze umsetzen können, so Amel.

Die enormen finanziellen Investitionen in derartige Portale, wie der Google-YouTube-Deal um 1.3 Mrd. Euro veranschaulicht, sieht Amel durchaus als gerechtfertigt. Als Voraussetzung gelte dabei aber, dass Google es schaffe, die YouTube-Dienste in das eigene Angebot gut zu integrieren.


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