Die Rose d'Or, das Festival der Fernsehunterhaltung in Luzern, feiert vom 18. bis 22. September 2010 das 50-Jahr-Jubiläum mit einer Rekordbeteiligung. Die Organisatoren wollen das Festival der TV-Fachleute ausbauen und vermehrt dem Publikum öffnen. Über 500 Fernsehsendungen aus 40 Ländern sind für die diesjährige Rose d'Or eingereicht worden. Ein neuer Rekord, wie von den Organisatoren am Mittwoch an einer Medienkonferenz zu vernehmen war. Nominiert wurden 110 Beiträge. Am nächsten Mittwoch werden die elf Sieger bekanntgegeben.
Zu der von Nazan Eckes (RTL) und dem Briten Ben Shepard moderierten Preiszeremonie erwartet das Festival zahlreiche Prominente. So wird alt Bundeskanzler Gerhard Schröder der Social Award übergeben. Weiter sind DJ Bobo, Sandra Studer sowie Ursus & Nadeschkin angesagt.
Für Publikum und Fachleute
Eröffnet wird das Festival am Samstag. Dabei wird die Erfolgsshow "Who Wants To Be A Millionaire?" nachgespielt. Am Montag ist das 21st Century Symphony Orchestra mit Musik zum Film "The Two Towers" aus der "Lord of the Rings"- Trilogie zu Gast. Und am Dienstag steht ein Comedy-Abend auf dem Programm.
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit treffen sich Fernsehschaffende, Fachleute und Produzenten aus 40 Ländern, um sich über Trends zu informieren - "ein Marktplatz der Ideen", so die Organisatoren. Den Gästen stehen unter anderem im Film-Kiosk Kabinen zur Verfügung, in denen sich die Produktionen anschauen können.
Die 1961 in Montreux gegründete Rose d'Or hat seit ihrem Umzug nach Luzern im Jahr 2004 eine bewegte Geschichte. Der Versuch, das Festival zu einem Glamour- Anlass zu machen, schlug fehl. Nach dem Konkurs übernahm 2006 die Freddy Burger Management das Festival. Im vergangenen Jahr trat sie die Rechte an das Medienhaus Ringier ab.
Festival 2011 dauert länger
Rose d'Or-Präsident Marco Castellaneta zeigte sich Mittwoch zufrieden über das erste Ausgabe unter der neuen Leitung von Rolf Probala. Es sei eine kostspielige und aufwendige Organisation. Und man wolle alles unternehmen, um das Festival in Luzern behalten. Nach Ansicht von Castallaneta wird die Bedeutung der Rose d'Or unterschätzt. Sie sei weltweit eines der letzten Festivals, bei denen es um Inhalte der Fernsehunterhaltung gehe. Im nächsten Jahr soll die Rose d'Or auf eine ganze Woche verlängert werden.
Dem künstlerischen Direktor des Festivals, Rolf Probala, wird deshalb mit Markus Helbling ein adminstrativer Direktor zur Seite gestellt. Er soll unter anderem das Festival ausbauen und den Eventteil stärken. Castellaneta hofft auch auf öffentliche und auf Kulturgelder, um die Rose d'Or in der Schweiz behalten zu können. (sda)

