Der japanische Konsolenhersteller Nintendo hat mit der Vorstellung von Wii Fit Ende April vergangenen Jahres einen regelrechten Fitnesswahn innerhalb der Videospieler-Community ausgelöst. Der Titel, der inzwischen allein in Nordamerika sieben Millionen Mal über die Ladentische gewandert und aktuell noch immer in den Top Fünf der Verkaufscharts zu finden ist, hat dabei auch bisher für die Branche nur sehr schwer zu erreichende Zielgruppen wie Frauen und ältere Menschen für das Gaming-Phänomen erschlossen.
Dass Fitnessspiele zurzeit bei den Konsumenten ungemein stark gefragt sind, ist mittlerweile auch der restlichen Videospielindustrie aufgefallen. So versuchen Game-Studios wie Electronic Arts und Ubisoft verstärkt, mit eigenen Produktionen auf der Erfolgswelle der Fitnesstitel mitzuschwimmen. Wie das Beispiel von "EA Sports Active", von dem in den ersten zwei Wochen nach Erscheinen weltweit rund 600.000 Exemplare abgesetzt werden konnten, zeigt, ist diese Strategie durchaus erfolgsversprechend.
"Fitnessspiele sind heute schon ein grösserer Trend als Denk- oder Musikspiele", gibt sich der US-Branchenanalyst Billy Pidgeon gegenüber dem "San Francisco Chronicle" überzeugt. Das zunehmende Angebot von verschiedenen Herstellern werde der Nintendo-Konsole sicherlich zu einer Vielzahl neuer Kunden verhelfen. Besonders gefragt seien derartige Produkte vor allem bei Frauen. (pte)

