Eine Woche nach dem WM-Final äusserte sich Infantino in einem 15-teiligen Instagram-Beitrag. «Unsere Welt braucht Liebe, keinen Hass. Toleranz, keine Spaltung», schreibt er darin. Kritikern hält er vor, «Hass und falsche Gerüchte» zu verbreiten, statt über die positiven Seiten des Turniers zu berichten: «Während ihr euch im Hintergrund versteckt, stehen wir bei der Fifa an vorderster Front.»
Themen wie die verweigerte Einreise des somalischen Schiedsrichters Omar Artan, Visa-Beschränkungen, hohe Ticketpreise oder die aufgehobene Rot-Sperre von Folarin Balogun kommen im Post kaum vor. Umstrittene Schiedsrichterentscheide seien in grossen Ligen üblich und würden dort akzeptiert, so Infantino. Es habe «keine Zwischenfälle, keine Feindseligkeiten, keine Gewalt» gegeben, im Fussball gehe es «um Zusammenhalt, nicht um Spaltung». Seinen Kritikern rät er, «zu meditieren, zu beten oder ein Fussballspiel zu schauen».
Wie mehrere Schweizer Medien berichten, will der Schweizerische Fussballverband seine Unterstützung für Infantinos Wiederwahl 2027 nun wegen der Kontroversen nochmals überdenken. (nil)

