24.03.2026

Kaufleuten

Grossaufmarsch bei «EVA.»-Buchpremiere

Rund 400 Gäste feierten im Zürcher Kultclub das neue Buch von «persönlich»-Verleger Matthias Ackeret. Darunter viele Prominente. Ein Altbundesrat hatte einen prominenten Auftritt – unter anderem mit einer Gesangseinlage.
Kaufleuten: Grossaufmarsch bei «EVA.»-Buchpremiere
Eva Wannenmacher und Matthias Ackeret an der Buchpremiere von «EVA.» im Zürcher Kaufleuten. (Bilder: Jürg Streun)

«EVA.» ist der Titel des neuen Romans von Matthias Ackeret. Das Buch ironisiert die Zolldrohung des amerikanischen Präsidenten Trump im vergangenen Sommer und das missglückte Telefon mit der damaligen Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter. Der Titel ist an die langjährige SRF-Moderatorin Eva Wannenmacher angelehnt, die auch den Abend im Kaufleuten moderierte. Im Roman selber flüchtet sie nach einem missglückten Interview mit dem Schweizer Bundespräsidenten zu ihrem langjährigen Bekannten Elon, der sich vor den Rachegelüsten des amerikanischen Präsidenten versteckt hält, ins legendäre Hotel Belvédère am Rhonegletscher, wo sie die Schweiz und die Welt vor weiterem Ungemach retten wollen. So habe der amerikanische Präsident angedroht, alle Rätoromanen aus den USA auszuweisen (persoenlich.com berichtete).

Was er mache, sei «fiktionalisierte Realität», erklärte Ackeret am Montagabend den 400 Gästen, die sich zur Buchvernissage eingefunden hatten. Den Roman selbst habe er in rund drei Monaten zu nächtlicher Stunde geschrieben und sei überrascht, wie weit er die aktuelle Weltlage vorwegnehme. Begrüsst wurde das Publikum durch Münster-Verleger Manfred Klemann. Ackeret dankte ausdrücklich dem Kaufleuten und deren Chefs Marcel Bosshard (früher Goldbach) und Marc Brechtbühl für die Nutzung des legendären Clubsaals. Das gäbe dem Abend ein besonderes Flair.  

Intime Szenen mit Elon

Eva Wannenmacher – in einem roten Kleid auftretend – erklärte, dass sie anfänglich sehr überrascht, aber auch erfreut gewesen sei, dass sie Titelheldin eines eigenen Romans sei. Sie habe ihn am 1. Januar in einem Zug durchgelesen, habe aber doch einige Male geschluckt, vor allem bei den Szenen mit Elon im Hotel Belvédère. Starfotograf Alberto Venzago zeigte alte Bilder, die er vom Hotel aus geschossen hatte, als es noch geöffnet und der Gletscher noch von den Gästezimmern aus sichtbar gewesen war.

Ein Höhepunkt war der Auftritt von Altbundesrat Christoph Blocher, der als einer der letzten Gäste im Hotel übernachtete und vor allem «von der Badewanne aus» den Blick auf den schwindenden Gletscher genossen habe. Die Behauptung Ackerets im Roman, dass Politiker oftmals schlechter Englisch sprächen als allgemein angenommen, bestätigte Blocher. Er sei ein solcher «Fall». Deswegen habe er auch immer einen Dolmetscher mitgenommen, so auch bei seiner Dienstreise zum verstorbenen FBI-Chef Mueller.

«Dorma Bain» als Widerstandslied

Zum Abschluss der Lesung trat noch die rätoromanische Sängerin Marie Louise Werth auf, die die Schweiz 1989 mit der Gruppe Furbaz am Grand Prix Eurovision de la Chanson vertreten hatte und sang gemeinsam mit dem Publikum – und vor allem Altbundesrat Christoph Blocher – die rätoromanische Hymne «Dorma Bain», das «Widerstandslied», wie Ackeret betonte.

Unter den Gästen waren unter anderem Nationalrat Gerhard Pfister, Ex-Nationalrat und Verleger Roger Köppel, Glückspost-Chefredaktor Dominik Hug, NZZ-Feuilleton-Chef Rico Bandle, Verleger Oliver Prange, die Tamedia-Journalistinnen Michèle Binswanger und Edith Hollenstein, Musiklegende Paola, Countrystar Florian Fox, Manager Albi Matter, die Unternehmerinnen Astrid von Stockar und Silvia Affolter, die Radiostars Elena Bernasconi, Marc Jäggi und Christian Zeugin, Health Coach Sandra Schunck, die Werbeikonen Luigi del Medico, Tom Zürcher, Markus Ruf, Peter Lesch und Michael Conrad sowie Ackerets ehemalige TV-Kolleginnen und Kollegen Hanspeter Bürgin, Regina Buol, Christine Schnyder, Dani Pünter, Reto Brennwald, Nik Niethammer, Peter Röthlisberger, Michael Perricone, «EVA.»-Titelbild-Gestalterin Corinne Lüthi, die Journalistenlegenden Peter Hartmeier, Peter Rothenbühler, Peter Balsiger, Martin Schläpfer, Hannes Britschgi, Suzanne Speich, Hildegard Schwaninger und Fibo Deutsch. (red)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE