Zwei Männer aus Schweden sind zu drei und zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil sie das Haus des durch eine Mohammed-Zeichnung bekanntgewordenen Künstlers Lars Vilk in Brand gesetzt haben. Ein Gericht im südschwedischen Helsingborg blieb mit seinem Urteil am Donnerstag deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die je sechs Jahre Haft für die 21 und 19 Jahre alten Brüder verlangt hatte. Die beiden hatten nach Überzeugung des Gerichts Mitte Mai Benzinflaschen durch ein Fenster in dem einsam gelegenen Haus von Vilks geworfen und ein Feuer entzündet. Es richtete nur leichten Sachschaden an.
Vilks war nicht zu Hause. Der Multikünstler hatte 2007 eine Zeichnung des islamischen Propheten Mohammed als Hund veröffentlicht und wird seitdem immer wieder bedroht. Die Brüder stritten die Brandstiftung vor Gericht ab. Die Polizei hatte in der Nähe von Vilks' Haus Kleidungsstücke von ihnen sowie Kreditkarten, Schlüssel und einen Führerschein gefunden. Der jüngere der beiden liess sich kurz nach der Brandstiftung im Spital von Helsingborg behandeln. (sda)

