07.11.2010

"Sennentuntschi"

Knatsch wegen Finanzierung

Zürcher Filmstiftung will nicht zahlen.

Mit dem Filmstart des Alpenepos "Sennentuntschi" dachte man, dass sich die Wogen um die Finanzierung nun endlich geglätten hätten. Wie die "Weltwoche" schreibt, liegen sich die Verantwortlichen jetzt wieder in den Haaren. In der Angreifer-Position sind diesmal Regisseur Michael Steiner und dessen Financier Bernhard Burgener. Das Bundesamt für Kultur (BAK), die Zürcher Filmstiftung und das Schweizer Fernsehen, die dem Filmprojekt bereits Steuergelder in Millionenhöhe zukommen liessen, schuldeten den Filmern weiteres Geld, klagte Steiner diese Woche in der "Weltwoche".

Steiner sprach in der "Weltwoche" von einem Affront, weil die Zürcher Filmstiftung eine in Aussicht gestellte Nachfinanzierung in der Höhe von 150 000 Franken verweigere. Auch das BAK und das Fernsehen haben sich gegen weitere Zahlungen entschieden; Steiner und Burgener erhofften sich aus diesen Quellen weitere 500 000 beziehungsweise 200 000 Franken. Steiner räumt ein, dass die Auszahlung dieser 850 000 Franken an Bedingungen geknüpft gewesen sei. Diese seien unterdessen alle erfüllt.

"Stimmt nicht", sagt dazu Filmstiftungs-Geschäftsleiter Daniel Waser gegenüber der "NZZ am Sonntag". Zu dieser Einschätzung seien die Stiftung, das Fernsehen und die Bundesbehörde gemeinsam gekommen. Verschiedene Punkte seien nicht erfüllt. So sei zum Beispiel entgegen der Abmachung kein professioneller Produzent eingesetzt worden. Nach Einschätzung von Waser wird "Sennentuntschi" in der Schweiz trotz guten Besucherzahlen Verluste schreiben. Die Kosten von fast 6 Millionen Franken liessen sich nur einspielen, wenn der Film auch in Deutschland und Österreich zum Erfolg werde.


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