Am 13. September 2007 feierte "Ewigi Liebi" seine Uraufführung in der Maag Halle in Zürich. Das Musical von Autor Roman Riklin und Regisseur Dominik Flaschka eine Hommage an die Schweizer Musikszene war anfänglich für zwei Monate geplant. Schnell entwickelte sich die Produktion zum Publikumsmagnet. Abend für Abend war die Maag Halle restlos ausverkauft. Auf die erste Saison folgten eine zweite und eine dritte. Für die vierte Spielsaison zog das Musical nach Bern. Die Produzenten Darko Soolfrank und Guido Schilling bauten für den Musicalhit auf dem WankdorfCity-Areal ein eigenes Theater, das sie im Herbst 2010 eröffneten.
Auch in der Bundeshauptstadt vermochte die Produktion das Publikum in Scharen anzulocken, und es konnte eine fünfte Spielsaison angekündigt werden. Alleine in Bern sahen 170'000 Personen das Musical. Für das grosse Finale kehrte "Ewigi Liebi" Ende März 2012 nochmals nach Zürich zurück. Verschiedene Darstellerinnen und Darsteller waren seit der Uraufführung im Ensemble dabei. Helmi Sigg, der in 815 Vorstellungen als Murmelimutter Martha auftrat, hält den Darstellerrekord.
Aber auch seine Kollegen vom Trio Eden Guy Landolt und Midi Gottet sowie Christoph Wettstein und Caroline Sommer standen die ganzen fünf Jahre über mit auf der Bühne. Nicht nur das Musical verzeichnete einen Rekord. Auch die Musical-CD fand reissenden Absatz. Nach drei Wochen im Verkauf landete sie auf Platz drei der Schweizer Albumcharts, was zuvor noch kein Musicaltonträger in der Schweiz schaffte. Innert kürzester Zeit erlangte sie Gold-Status, ein Jahr später Platin. Bis heute sind gegen 60'000 Tonträger verkauft. Die Produktion wurde ausserdem mit dem Prix Walo 2007 als beliebtestes Musical ausgezeichnet.
"Ewigi Liebi" war aber auch eine Plattform für Nachwuchskünstler: Fabienne Louves startete nach Musicstar ihre Theaterkarriere, und auch Daniel Kandlbauer eroberte mit seinem "Daneli" die Herzen der Zuschauer. Dauerrekord bei den Besuchern hält Patrick Allemann, der die Show über 105 Mal besucht hat. Das Musical lebte von Mehrfachbesuchern. Verschiedene Gäste sahen "Ewigi Liebi" weit mehr als zehn Mal.
Ein sichtlich bewegtes und sehr spielfreudiges Ensemble gab am Sonntagnachmittag die letzte Vorstellung eines Stücks, das Schweizer Kulturgeschichte geschrieben hat. Nach einem fulminanten Schluss feierte es den Autor Roman Riklin und den Regisseur Dominik Flaschka für ihren genialen Streich und bedankte sich bei den Produzenten Darko Soolfrank und Guido Schilling, die damals den Mut bewiesen, vier Millionen Schweizer Franken in die Produktion zu stecken und eine 100-köfpige Belegschaft während fünf Jahren zu beschäftigen. "Ewigi Liebi" endete mit einer rauschenden Dernièrenparty, nachdem die Murmeli ein letztes Mal ihr Fell abgezogen, die Darstellerinnen und Darsteller ihre Kostüme und die Band ihre Instrumente endgültig abgelegt hatten. (pd)

