16.07.2007

Viacom

Medienkonzern will Geld von Google

1 Mia. Dollar Schadenersatz gefordert.

Weil Googles Portal für Videoclips YouTube "willentlich Technologie zur Verletzung von Urheberrechten in grossem Ausmass" anbiete, hat der US-Medienkonzern Viacom die Suchmaschinenfirma aus Mountainview beim Bezirksgericht New York auf eine Milliarde Dollar Schadenersatz verklagt. Das geht aus einem Bericht auf heise.de hervor.

Einerseits dreht sich der Streit um weit mehr als 100'000 Mitschnitte von MTV und ähnlichen Sendern, die laut Viacom-Anwälten bereits 1,2 Milliarden Mal via YouTube aufgerufen worden seien. YouTube soll diese Clips entfernen und hat ähnliche Forderungen durch CBS und NBC in der Vergangenheit schon durch den Abschluss von Lizenzabkommen erfüllt.

Andererseits geht es aber auch um das regelmässige Auftauchen von Clips aus Fernsehshows. Diese Inhalte leben zumeist von der Aktualität des Angebots, und wenn sie etwa nach einer Beschwerde durch die Urheber aus dem Angebot entfernt werden, dürften sie die meisten User ohnehin schon erreicht haben.

Zwischen den Prozessgegnern steht nicht zur Debatte, dass das Hochladen von Fernsehserien, wie sie bei iTunes gegen Geld angeboten werden, auf YouTube legal sein könnte. Google bezieht sich aber auf den amerikanischen Digital Millennium Copyright Act und sieht sich lediglich in der Pflicht, beanstandete Inhalte sofort vom Download auszuschliessen.

Es scheint zwar auch unumstritten, dass Google solchen Lösch-Anforderungen bereitwillg nachkommt; Nur argumentiert Viacom, die Plattform-Betreiber wälzten die Kosten zur Überwachung des Angebots auf die Copyright-Halter ab und müssten vielmehr bessere Filter bereitstellen, um illegale Uploads gar nicht erst zuzulassen.


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