30.04.2013

Pro Helvetia

Mehr Gesuche für Kulturförderung

Schweizer Verleger an Buchmessen unterstützt.

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hat im vergangenen Jahr 1'710 Projekte in 92 Ländern unterstützt. Insgesamt wurden 3'457 Gesuche eingereicht (Vorjahr: 3342), davon wurden rund 49 Prozent bewilligt (Vorjahr: 53 Prozent).

Pro Helvetia war 2012 an über 3'000 Auftritten von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern beteiligt, wie die Stiftung in ihrem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht schreibt. Eine zentrale Rolle spielte neben der Nachwuchsförderung der internationale Austausch. Zwei neue Austauschprogramme wurden lanciert, die Schweizer Kulturschaffenden neue Märkte erschliessen wollen.
 
"Swiss Made in Russia - Contemporary Cultural Exchanges 2013-2015" strebt eine engere Zusammenarbeit von russischen und schweizerischen Kulturinstitutionen an. Mit "Triptic" wird die trinationale Kulturarbeit zwischen der Nordwestschweiz, dem Elsass und Baden-Württemberg ausgebaut.
 
Einige neue Aufgaben hat Pro Helvetia mit dem Kulturförderungsgesetz (KFG) übernommen, unter dessen Dach pro Helvetia 2012 erstmals tätig war. Dazu gehören die Länderpräsentationen an den Kunst- und Architekturbiennalen. So organisierte Pro Helvetia den Schweizer Beitrag zur 13. Architekturbiennale von Venedig.
 
Ausserdem unterstützte die Stiftung Auftritte der Schweizer Verleger an den Buchmessen. Durch die Umsetzung des KFG sei Pro Helvetia unbürokratischer geworden, teilte die Stiftung mit. Trotz steigender Gesuchzahlen sind die Verwaltungskosten gesunken. Von den 34 Millionen Franken, die 2012 zu Verfügung standen, flossen 88,3 Prozent direkt in die Kultur.
 
2013 werden rund 20 grössere Projekte lanciert, die talentierten Kunsthochschulabgängern beim Einstieg in nationale Netzwerke oder beim Sprung ins Ausland unterstützen. Schrittweise umgesetzt werden die neuen Fördermassnahmen für Fotografie und Medienkunst. Eine Studie soll klären, wie die Schweizer Designförderung am wirksamsten ergänzt werden kann.
 
Nach drei Jahren wurde das Impulsprogramm "GameCulture", das sich dem Computerspiel als Kunstform widmete, abgeschlossen. Die Auseinandersetzung am Brennpunkt Forschung, Wirtschaft und Kultur wird in den kommenden Jahren mit dem Schwerpunkt "Digitale Kultur" weiter vertieft, wie Andrew Holland, Direktor der Pro Helvetia, im Jahresbericht schreibt. (sda)

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