27.02.2013

Sachbuch

Natascha Kampusch "sprachlos" über Buch ihres Vaters

Vater zweifelt an, dass sie jahrelang in einem Kellerverlies leben musste.

Fünf Jahre nach Natascha Kampuschs Mutter versucht nun auch ihr Vater mit einem Buch am Elend seiner Tochter zu verdienen. "Ich bin so erschüttert", sagte das heute 25-jährige Entführungsopfer am Mittwoch in München. Ihr Vater Ludwig Koch erhebt im Buch "Vermisst. Die Suche des Vaters nach Natascha Kampusch" des britischen Autors Alan Hall Vorwürfe gegen seine Tochter. Gemäss dem Internetportal "oe24.at", das Auszüge veröffentlichte, soll er unter anderem anzweifeln, dass sie wirklich jahrelang in einem Kellerverlies leben musste.

"Ich werde nachdenken müssen und Spaziergänge machen müssen", sagte Kampusch. Sie habe nichts von dem Buch gewusst. "Ich bin sprachlos", sagte Kampusch, die den beklemmenden Film "3096" vorstellte, der auf ihrem eigenen Buch über ihre Entführung beruht.

Kampusch wurde als Zehnjährige gekidnappt und war jahrelang in der Gewalt ihres Peinigers Wolfgang Priklopil. Im August 2006, im Alter von 18 Jahren, gelang ihr die Flucht. (sda)


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