16.08.2012

USA

Nobelpreisträger protestieren gegen Kriegs-Show

US-TV-Show zeigt Promis bei militärischen Übungen.

Die US-Fernsehshow "Stars Earn Stripes" lässt Promis bei militärischen Übungen gegeneinander antreten und erntet dafür Kritik. Eine Gruppe von Nobelpreisträgern fordert den Sender NBC zur Absetzung der Show auf. Die Promis der Sendung "Stars Earn Stripes" wirken wie Soldaten im Kriegseinsatz: Sie schiessen mit schweren Waffen auf Zielscheiben, kriechen unter Maschendraht durch den Schlamm und springen in Tarnanzügen aus Helikoptern. Das hat eine Gruppe von Nobelpreisträgern auf den Plan gerufen.

Sie riefen am Dienstag in einem öffentlichen Brief den US-Fernsehsender NBC zur Absetzung der Show auf. "Krieg ist keine Unterhaltung und sollte auch nicht so dargestellt werden", schrieben die Nobelpreisträger - darunter der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu und der ehemalige Präsident Costa Ricas, Oscar Arias Sanchez an den Sender.

NBC dementierte in einer Mitteilung gegenüber der Presseagentur dpa eine Glorifizierung des Krieges. "Es geht darum, den jungen Amerikanern zu danken, die jeden Tag solchen Gefahren ausgesetzt sind. Die Show ist keine Glorifizierung des Krieges sondern eine Glorifizierung des Dienstes", hiess es am Mittwoch von NBC.

Die Show "Stars Earn Stripes", bei der Prominente wie die Boxerin Laila Ali, der Schauspieler Dean Cain sowie Sarah Palins Ehemann Todd Palin gegeneinander bei militärischen Übungen antreten, hatte am Montagabend (Ortszeit) Premiere gefeiert. (sda)


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