Die IGFM Schweiz verleiht ihren jährlichen Schweizerischen Menschenrechtspreis 2026 an Erich Gysling. Der Vorstand begründet den Entscheid mit Gyslings journalistischer Arbeit und seinen Buchpublikationen, die Menschenrechtsthemen behandelt hätten. Hervorgehoben werden insbesondere seine Veröffentlichungen zum Nahen Osten. «Keiner wie er hat der Schweiz die Welt erklärt», heisst es in einer Mitteilung.
Gysling, Jahrgang 1936, prägte das Deutschschweizer Fernsehen über Jahrzehnte. In den 1960er-Jahren stiess er zur «Tagesschau», deren Redaktion er später leitete. 1968 gehörte er zu den Gründern der «Rundschau». 1972 wechselte er zur Weltwoche, wo er die Auslandredaktion führte. 1982 kehrte er zum Fernsehen zurück und übernahm die «Rundschau», die er wieder mit dem Inlandmagazin «CH» zusammenführte. Von 1985 bis 1990 war er Chefredaktor, danach leitete er erneut die «Rundschau». Von 1994 bis 1996 war er Chefkommentator für politische Ereignisse, seither arbeitet er freiberuflich als Journalist, Moderator und Referent. Er hat Arabisch studiert und drei Bücher zum Nahen Osten verfasst.
Der Preis wird seit 1994 vergeben. Zu den früheren Preisträgern zählen der Dalai Lama, Adolf Ogi, Kurt Pelda, Dick Marty und Tim Guldimann. 2025 ging die Auszeichnung an die Bolivianerin Adela Martin Villamil. Angaben zur Dotierung macht die IGFM Schweiz keine.
Die Verleihung findet am Samstag, 5. Dezember, um 10 Uhr im Kulturkeller Lamarotte in Affoltern am Albis statt. (pd/cbe)

