16.01.2011

"Sennentuntschi"

Produzenten rennen Geld nach

Ko-Produzent SF zahlt nichts mehr.

Der Horror-Film um die Puppe der Sennen, die dann einen mörderischen Rachefeldzug unternimmt, bleibe für Regisseur Michael Steiner ein Finanz-Monster. Fast 133'000 Zuschauer lockte der Leinwand-Thriller "Sennentuntschi" bisher in die Kinos. Eigentlich ein Erfolg. Doch damit könnten die für Schweizer Verhältnisse gigantischen Produktionskosten von rund 6 Millionen Franken bei weitem nicht gedeckt werden, schreibt "Der Sonntag".

Retter und Constantin-Chef Bernhard Burgener investierte mit seiner Firma 3,4 Millionen Franken in das Projekt und in Steiners Produktionsgesellschaft Kontraproduktion AG - und hoffte damals, rund 1,8 Millionen Franken in Form von noch ausstehenden Fördergeldern wieder hereinzubekommen; sie würden fällig, sobald der Film fertig gestellt sei. Zusatzsubventionen von Bund, Zürcher Filmstiftung und Schweizer Fernsehen seien zwar noch nicht gesichert, aber die Subventionsgeber hätten ihre Bereitschaft gezeigt, habe Burgener vor einem Jahr an einer Medienkonferenz gesagt.

Doch auf den ersehnten Zustupf müssen die Macher nun anscheinend verzichten: "Obwohl das Schweizer Fernsehen Ko-Produzent des Filmes ist, gibt es definitiv keine Nachfinanzierung für Sennentuntschi", sagt Urs Fitze gegenüber der Zeitung "Der Sonntag". Der Leiter Koordination TV bei der Generaldirektion SRG meint, dass sie weder in die Entstehung des Filmes noch in die Fertigstellung involviert wurden, wie dies der Vertrag vorschreibe. So habe die vertraglich vereinbarte Rohschnittabnahme erst am 1. September 2010 stattgefunden - also nur drei Wochen vor der Filmpremiere. Zu einem Zeitpunkt, als am Film keine wesentlichen Änderungen mehr vorgenommen weden konnten. Bei der Zürcher Filmstiftung tönt es nicht anders.

Dies wollen die Produzenten nicht kampflos akzeptieren: Sie hätten sämtliche Auflagen erfüllt und sollten nun deshalb auch die Gelder erhalten. Derzeit seien alle Unterlagen bei einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer. Frutiger. (Quelle: "Der Sonntag").


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