Das islamfeindliche Schmähvideo "Unschuld der Muslime" ist in Russland als extremistisch eingestuft worden und darf nicht mehr ausgestrahlt werden. Das entschied ein Gericht in Moskau auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft. Das Internetvideo schüre nationalen und religiösen Hass, sagte Staatsanwältin Maria Korobkowa nach Angaben der Agentur Itar-Tass am Montag. In Russland leben etwa 20 Millionen Muslime. Vor allem im Nordkaukasus bereiten radikale Islamisten dem Kreml gravierende Probleme.
Das Verbot des Films ist nicht unumstritten. Der Menschenrechtsbeauftragte des Kremls, Wladimir Lukin, sagte, in dem Prozess hätte auch die Gegenseite angehört werden müssen. Einige russische Autoren wandten sich strikt gegen ein Verbot. Damit stärke man nur fundamentalistische Kräfte, lautet ihr Vorwurf. (sda)

