Der Genfer Schriftsteller Georges Haldas ist letzten Sonntag in Mont-sur-Lausanne im Alter von 93 Jahren gestorben. Seine Lebensgefährtin bestätigte am Freitagabend auf Anfrage Berichte von Westschweizer Online-Medien. Die Beisetzung fand am Freitag in Lausanne statt. Georges Haldas hat für sein Werk mehrere Literaturpreise erhalten, so zweimal den Schweizer Schillerpreis (1971 und 1977), den Grossen Preis der Stadt Genf (1971), den Taorminapreis (1970), den Grossen Ramuz-Preis (1985) und den Edouard Rod Preis (2004).
Haldas wurde am 14. August 1917 als Sohn eines Italo-Griechen und einer Schweizerin in Genf geboren. Nach einer klassischen Ausbildung studierte er Literatur an der Universität Genf. Zunächst hatte er Theologe werden oder eine Fussballkarriere anstreben wollen. Einige seiner Werke sind denn auch dem Fussballsport gewidmet. Im Alter von 20 Jahren beschloss er, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Kurz darauf konvertierte er vom orthodoxen zum katholischen Glauben. 1941 heiratete er und wurde Vater von zwei Töchtern.
Haldas lebte vor allem in Genf, wo er so etwas wie ein "öffentlicher Schriftsteller" war. Seine Werke entstanden grösstenteils an Caféhaustischen, so etwa "Chez Saïd". Er veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände und Chroniken und war auch als Übersetzer und Journalist tätig. (sda)

