05.10.2011

Karl's kühne Gassenschau

Soll in Winterthur bleiben

Stadtrat will das Spektakel noch ein weiteres Jahr.

Der Winterthurer Stadtrat setzt sich dafür ein, dass Karl's kühne Gassenschau ihr Stück "Fabrikk" noch ein Jahr länger in der Kiesgrube in Neuhegi zeigen kann. Der Wunsch sei der Grundstückbesitzerin Implenia bereits unterbreitet worden. Möglich sei eine Verlängerung des Gastspiels, weil die Firma Vistaprint den Grundstückverkauf in Neuhegi für die Realisierung eines grossen Druckzentrums vorläufig nicht weiter verfolge, teilte der Stadtrat am Mittwoch mit. Damit bestehe die Möglichkeit, dass Karl's kühne Gassenschau, wie urprünglich geplant, auch in der nächsten Saion in Neuhegi gastiere.

Catherine Bloch, Mediensprecherin von Karl's kühne Gassenschau, zeigte sich überrascht vom Wunsch des Stadtrates. Die Theatertruppe sei bisher von der Stadtbehörde nicht informiert worden, sagte sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Noch letzte Woche hatte Karl's kühne Gassenschau angekündigt, dass sie ihre Schoggifabrik zügeln und das Spektakel "Fabrikk" 2012 auf dem Areal Olten Südwest zeigen werde. Die Kiesgrube in Olten war schon früher Schauplatz der Kühnen.

Laut Bloch wäre die Theatertruppe nach wie vor daran interessiert, noch ein Jahr in Winterthur bleiben zu können - auch der Kosten wegen. "Wir müssten aber sehr schnell eine Zusage erhalten." In Olten sei schon alles aufgegleist. Bloch ist aber überzeugt, dass man dort Verständnis aufbringen würde, wenn Karl's kühne Gassenschau erst 2013 zügeln würde. Die "Fabrikk"-Show wird in der laufenden Saison noch bis zum 15. Oktober gezeigt. Seit der Premiere im Juni hat das Globalisierungmärchen über eine Praliné-Fabrik, die nach China expandieren soll, bereits über 100'000 Besucher nach Winterthur gelockt. (sda)


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