Obwohl sie sich bei einer Talentshow in die Herzen der britischen Zuschauer gesungen hat, droht einer jungen Sängerin aus Simbabwe die Abschiebung. Ihr Visum für Grossbritannien ist abgelaufen. Seit dem ersten Auftritt der 18-jährigen Gamu Nhengu bei "The X Factor" ist die Zahl ihrer Fans rasant gestiegen. Ihr Ausscheiden aus dem Rennen am vergangenen Wochenende sorgte für einen wahren Entrüstungssturm - 200'000 Fans schrieben sich auf einer Seite des Internet-Netzwerks "Facebook" mit dem Titel "Gamu hätte bleiben müssen" ein.
Für noch grössere Empörung aber sorgte nun der Entscheid der britischen Einwanderungsbehörde, die Aufenthaltsgenehmigung für Gamu und ihre Familie nicht zu verlängern und sie aus ihrer Wohnung im schottischen Tillicoultry zu holen. Mehrere Online-Kampagnen setzen sich seitdem für ein Bleiberecht der Familie ein, und auch Politiker machen sich inzwischen für sie stark. Gamu hatte gemeinsam mit ihrer Mutter Nokuthula Ngazana eine Aufenthaltsgenehmigung - doch nach deren Studienabschluss ist das Visum nun ausgelaufen, und damit darf auch die Tochter nicht mehr bleiben. (sda)

