29.03.2012

US-Musikindustrie

Umsatz wächst erstmals wieder

Downloads durchbrechen 50-Prozent-Marke.

Der Verband der US-Musikwirtschaft (RIAA) hat die Umsätze der Branche für das Jahr 2011 veröffentlicht. Erstmals seit 2004 ist der Umsatz aus Musikverkäufen wieder gestiegen. Sieben Milliarden Dollar hat die Industrie mit dem Verkauf von digitalen und analogen Musikverkäufen verdient. Das entspricht einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber 2010. Nachdem Downloads die CD bei den verkauften Stückzahlen überholt haben, sind sie jetzt auch erstmals für mehr als die Hälfte des Umsatzes verantwortlich.

In den USA ist der Umsatz mit Downloads 2011 um 17 Prozent auf 2,6 Milliarden gestiegen. Das Geschäft mit Tonträger-Verkäufen ist im gleichen Zeitraum um 7,7 Prozent zurückgegangen. Mit den Ergebnissen ist die RIAA recht zufrieden, an die Umsatzrekorde aus den späten 1990er-Jahren kann die Industrie allerdings noch nicht annähernd anknüpfen. 1999 war das Jahresergebnis doppelt so hoch wie 2011. Trotzdem ist der Ausblick für die Branche optimistisch. Die Einnahmen aus Streaming-Diensten sind in der Jahresstatistik gar nicht enthalten. Die Forderungen nach schärferen Massnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen werden ob der Digital-Geschäfte künftig schwieriger zu argumentieren sein. Das stärkste Umsatzwachstum auf dem US-Markt haben 2011 übrigens die Schallplatten erreicht mit 99,6 Prozent.(pte)


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