Das gleichzeitige Anbieten von legalen Film-Downloads als Konkurrenz zu unrechtmässig erstellten Kopien war bisher ein Tabuthema. Sony-America-Finanzchef Robert Wiesenthal denkt jetzt aber öffentlich über diese Möglichkeit nach, wie Zdnet berichtet. Für die Kinobetreiber wäre eine solche Umstrukturierung der Verwertungskette desaströs. Studios können mit dem Vertrieb per Download ein gutes Geschäft machen, da die Gewinnspannen hier höher sind als beim Vertrieb über Kinos oder DVDs. Wiesenthal scheint aber zu wissen, dass es unklug wäre, sich gegen die Kinobetreiber zu stellen. Er schlägt eine Einbindung der Lichtspieltheater in ein neues Modell vor. Wie das funktionieren soll, ist noch unklar.
Auch auf anderen Gebieten will Sony seinen Umgang mit Medien künftig ändern. Der Konzern, der früher öfters Sonderwege einschlug, will künftig nicht mehr auf proprietäre Formate setzen. Die Zusammenarbeit mit Google in der Handysparte soll als Beispiel für die zukünftige Politik des Konzerns dienen. Auch in puncto Musik will Sony aufrüsten. Der Verkauf von Songs via Smartphones soll eine zentrale Rolle spielen. Die Bezahlung soll hinkünftig per Telefonrechnung möglich sein und zwar in Form einer Pauschalabgabe. (pte)

