15.08.2021

Fleischwerbung

Bund erwägt Werbeverbot für Billigware

Läden sollen Kundinnen und Kunden nicht mehr mit Aktionen von Fleischwaren ködern können. Der Vorschlag vom Bundesamt für Landwirtschaft stösst auf viel Gegenwind.
Fleischwerbung: Bund erwägt Werbeverbot für Billigware
Wird Werbung für Billigfleisch bald verboten? Fleischwaren in einem Discounter. (Bild: Keystone/Gaëtan Bally)

Das Bundesamt für Landwirtschaft denkt darüber nach, Werbung für Billigfleisch zu verbieten. Rabatte für Fleisch seien einem nachhaltigen Konsum nicht förderlich, zitiert die NZZ am Sonntag Vizedirektor Adrian Aebi. Der kontroverse Vorschlag sei ein erster Hinweis darauf, wie der Bund die Bauern, die Konsumenten und den Handel auf Nachhaltigkeit trimmen wolle.

SVP-Nationalrat Mike Egger reagiert scharf. Es sei ein Skandal, ein solches Verbot nur schon in Erwägung zu ziehen. Der Agrarökonom Urs Niggli, der Mitglied einer Wissenschaftsgruppe ist, die den Welternährungsgipfel vorbereitet, erwartet laut SonntagsBlick verheerende Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit. Weil die Weltbevölkerung 2050 rund 10 Milliarden betrage, müsse mehr produziert werden. (sda/wid) 


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KOMMENTARE

Martin Rüegg
17.08.2021 12:04 Uhr
Dann bitte noch Werbeverbote für: - Süssgetränke und generell Süsses (Übergewicht, Zuckerkrankheiten, Gesundheitskosten etc.) - Fast-Fashion (Klima) - SUV's (Klima) - Alles mit Palmöl drin (Regenwaldabholzung) - Billigzelte (die dann am Openair liegen bleiben) - Zmittagssalate von den Grossverteilern in Plastikverpackung (Abfall- und Plastikflut) - Kinder-Kundenbindungsprogramme unserer Schweizerischen Grossverteiler mit Sammelcharakter mit Artikeln aus nicht nachhaltiger und inländischer Produktion (wegen CO2, Sinnhaftigkeit und weil Kinderlose nicht so viel Lust haben, das auch noch mitzufinanzieren) - .... und noch so viel mehr. Freu mich aber schon auf die Tabelle, ab wann das Schweineschnitzel und die Pouletflügeli denn 'Billigfleisch' sind und wann nicht. Und die Tricks derer, deren Preise dann zu tief sind. Da fragt man sich schon: In was für einer Welt leben wir eigentlich. Offensichtlich in einer, in der man Billigfleisch produzieren aber nicht bewerben sollen kann.
Aylin Flegel
16.08.2021 19:06 Uhr
Das ist keine Arroganz sondern ein Denken in die richtige Richtung. Wenn wir bald 10 Milliarden Menschen ernähren müssen und damit unsere Erde und zerstören haben wir bald noch viel weniger Lebensmittel für alle. Warum muss es denn immer so viel Fleisch sein? es gibt so viele Alternativen. Wie wärs damit mehr Gemüse zu essen. Das ist günstiger, gesünder und sichert uns ein Leben auch mit 10 Milliarden Menschen.
Jürg Streuli
16.08.2021 14:17 Uhr
Hier zeigt sich erneut die unglaubliche Arroganz unserer Bundesbeamten. Es ist völlig klar, dass die auf Kosten der Steuerzahler privilegierten Staatsangestellten nicht auf den Geldbeutel achten müssen. Die Lebensrealität vieler Leute ist dieser Kaste absolut unbekannt. Es ist dieselbe Arroganz wie bei grünen und roten Politikern. Wer solche Parteien wählt, darf sich über ein ständig teureres Leben nicht verwundern.
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