Am Zürcher Hauptbahnhof hängt derzeit eine Plakatkampagne des deutschen Wäscheherstellers Mey mit dem Slogan «Sprint zum Zug. Leibli sitzt. Alles guet.» Und als wäre das nicht genug, wiederholt der Subtext den Fehler gleich nochmals: «S'Leibli mit Anti-Schwitzfleck-Garantie.»
Möglicherweise Schweissperlen auf der Stirn hatte Blick-Journalist Thomas Benkö, als er das Plakat entdeckte. Er reagierte auf LinkedIn prompt: «LEIBLI?! Arrrggghhh …» Sein Fazit war unmissverständlich: «Sprache muss genauso gut sitzen wie ein T-Shirt: Es heisst ‹Liibli›.» Der Post verbreitete sich rasch und sammelte zahlreiche Reaktionen.
Bereits kurz nach Benkös Post hatte sich Matthias Mey, Managing Partner der Mey GmbH & Co, direkt bei ihm gemeldet und den Fehler eingestanden. Auf Anfrage von persoenlich.com erklärt Mey, der Fehler sei intern passiert, «auch aufgrund dessen, dass die sonst verantwortliche Person für Kampagnen im Urlaub war». Die Plakate hingen noch bis Sonntag und liefen dann ohnehin aus.
«Fakt ist, Leibli oder Liibli hängt auch ein wenig vom Kanton ab», verteidigt sich Mey. Tatsächlich heisst es in den Kommentaren unter Benkös Post, dass «Leibli» zumindest in Nidwalden funktionieren würde. Mey kündigt nun an, die Schreibweise für künftige Kampagnen kantonal anzupassen.
Die Kampagne hat übrigens ihren Ursprung nicht etwa bei einer deutschen Agentur. Mey habe im vergangenen Jahr ein Projekt mit der Hochschule St. Gallen durchgeführt – dabei sei auch diese Kampagne entstanden. «Die Idee ist Schweizer Ursprung», schreibt der Chef mit einem Augenzwinkern.
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19.06.2026 14:05 Uhr
18.06.2026 19:13 Uhr

