04.09.2003

SVP Zürich

Knatsch um Wildplakate entbrannt

Dorothée Fierz als "Grünstreifen-Potentantin" betitelt.

Nachdem die SVP mit dem Messerstecher-Inserat und dem Neger-Plakat für Aufregung gesorgt hatte, folgt nun Runde zwei der Wahlkampf-Querelen. So schickte die Zürcher SVP ein paar Mitglieder los, um rund 400 Wahl-Plakate auf Wiesen, an Strassenrändern, in Grünstreifen und Kreiseln zu montieren. Dies stiess gemäss Tages-Anzeiger den restlichen Parteien -- ausser "den neuen Freunden der FDP", wie es der Tagi formuliert -- sauer auf. Diese machten nun ihrerseits Druck bei Gemeindepolizei, Bezirksräten und der kantonalen Baudirektion. Resultat: Die Tiefbauämter schickten promot ihre Equipen los, um die Holzgestelle abzuräumen.

Die Reaktion der SVP liess nicht auf sich warten: Sie startete die staatspolitische Diskussion. Nationalrat Ulrich Schlüer, der selber auch rund der Hälfte der Plakate zu sehen ist, verlieh am Mittwoch laut Tagi Baudirektorin Dorothée Fierz den Titel "Grünstreifen-Potentantin". Schlüer gab in einem Aufsatz zu bedenken "wenn linke Aktivisten und Chaoten Strassen blockieren und Schaufenster einschlagen, dann kaschiert die Obrigkeit ihr Nichtstun mit den belehrenden Worten, der öffentliche Grund gehöre auch den Demonstranten. Wenn dagegen bürgerliche Politiker auf einem Grünstreifen ein Plakat aufstellten, dann besinne sich die Obrigkeit ihrer Macht und schalte die Polizei ein".


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