Rote Köpfe beim bsw leading swiss agencies: Der Verband der führenden Kommunikations- und Mediaagenturen kritisiert die Media Research Group für das kürzlich publizierte Werbeagentur- und Mediaagentur-Rating und bezweifelt die Seriosität der Umfrage.
"Wir distanzieren vom Ranking und bezweifeln die Seriosität der Umfrage", heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.
bsw leading swiss agencies habe bereits 2013 entschieden, die Zusammenarbeit mit Media-Research Group zu beenden und mit dem wissenschaftlich ausgewiesenen FCI der Universität St. Gallen zusammenzuarbeiten. "Es zeigt sich nun, dass der Entscheid richtig war", erklärt Geschäftsführer Peter Leutenegger auf Anfrage von persoenlich.com. Die Resultate würden dem direkten Vergleich mit der von der Forschungsstelle für Customer Insights der Universität St. Gallen bei über 1300 Kommunikationsverantwortlichen aus 500 Unternehmen durchgeführten Agenturstudie nicht standhalten.
Die beiden von der Media-Research Group publizierten Gesamt-Ranking von Media- und Werbeagenturen seien nicht vertretbar. "Wenn Antworten von Auftraggebern die Agenturen nur vom Hörensagen kennen, mit solchen die mit Ihnen zusammenarbeiten vermischt und zu einer Rangfolge verarbeitet werden, ist das nicht korrekt", schreibt der bsw. Ein Ranking nur der Publizität willen, sei nicht hilfreich.
Leutenegger betont, dass der bsw bewusst auf ein qualitatives Ranking seiner Mitgliedsagenturen verzichtet, ihnen jedoch die individuellen Forschungsresultate vertraulich als Führungsinstrument zur Verfügung stelle. (pd/eh)

