John Lewis sticht mit seinem Weihnachtsspot wieder heraus
Ein letztes Geschenk liegt unter dem Tannenbaum. Für «Dad» steht darauf. Der Familienvater bekommt eine Schallplatte. Beim Hören der Musik wird er in einem Flashback transportiert. Er sieht seinen Sohn als kleinen Buben, als Baby. Zurück in der Realität steht der Teenager vor ihm. Sie umarmen sich, als hätten sie sich etwas zu vergeben. «If you can’t find the words, find the gift», heisst der Claim («Wenn du die Worte nicht findest, finde das Geschenk»). Der Werbefilm des britischen Warenhauses, aus der Agentur Saatchi & Saatchi London, trifft einen Nerv und erntet viel Lob auf YouTube.
«Oh, oh, oh! Mariah ist aufgetaut, ebenso wie John Lewis’ jährlicher ‹Tränendrüsendrücker›. Aber dieses Jahr fühlt es sich anders an, es hat etwas Kraftvolles, wenn emotionale Männlichkeit auf eine Weise im Mittelpunkt steht, die sich echt, nostalgisch und zutiefst menschlich anfühlt. Es ist eine stille Revolution in der Männlichkeitskrise, die Vaterschaft in all ihren Nuancen feiert. Und ehrlich gesagt hinterlässt sie einen provokanten Nachgeschmack: Seit wann vergeht die Zeit so schnell, und warum macht man sich dessen als Elternteil plötzlich so bewusst?», erklärt Filipa Mauricio die Wahl des Spots in ihrer Top 3.
Ricola nicht nur im, sondern auch um den Hals
Viele Brands setzen nicht nur auf ihr Kernprodukt, sondern auch auf Merchandising. Diesen Weg geht nun auch Ricola. Der Halsbonbon-Hersteller verkauft jetzt auch Schals, die nach Kräutern riechen. Den Case verantwortet die US-Agentur Tombras. Über das Accessoire haben mehrere lokale TV-Sender berichtet.
«Ricola macht eine klare Aussage: Sie verkaufen nicht nur Bonbons, sondern auch Halspflege. Der mit Kräutern angereicherte Schal ist ein saisonales Statement-Stück, das die Marke in die Kultur integriert und gleichzeitig ihren ursprünglichen Werten treu bleibt. Ich möchte auch einen haben», so Mauricio.
Eine Veranstaltung in der realen Welt als religiöse Erfahrung
Die spanische Sängerin Rosalía hat vor zwei Wochen ihr neues Album «Lux» veröffentlicht. Als Vorpremiere veranstaltete sie in wenigen Städten der Welt sogenannte «Listening Parties», wo ausgewählte Fans die Musik zusammen entdecken konnten. Diese hatten, wie das Album, eine spirituelle, gar religiöse Anlehnung.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
«Rosalías Listening Parties zeigen die Kraft physischer Veranstaltungen in einer Zeit, in der alle darum wetteifern, den nächsten grossen Durchbruch im Bereich der KI zu erzielen. Sie erinnern uns daran, dass emotionale Präsenz und Verbindungen in der realen Welt nach wie vor eine Magie besitzen, die kein Algorithmus reproduzieren kann», bemerkt die Creative Director Filipa Mauricio.

